Aktualisiert 04.01.2014 15:56

Mit LazioPetkovic steht langer Rechtstreit bevor

Nach seiner Freistellung können sich der zukünftige Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic und Lazio Rom nicht einvernehmlich trennen. Ein langer Rechtsstreit wird erwartet.

Der zukünftige Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic ist seit Samstag auch auf dem Papier nicht mehr Trainer von Lazio. Die Römer geben seine Entlassung per Medienmitteilung bekannt.

Der Versuch, das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen zu beenden, scheiterte am Samstag definitiv. Lazio Rom löste die noch bis Sommer laufenden Verträge von Petkovic und den beiden Trainerassistenten, Antonio Manicone und Paolo Rongoni, vorzeitig auf. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört worden, begründete der Klub die Entlassungen. Wie Petkovic werden auch Manicone und Rongoni ab Sommer 2014 für den SFV arbeiten. Am 23. Dezember hatte das Trio eine Einigung mit den Schweizer Vertretern erzielt.

Bereits seit mehreren Tagen hatte Petkovic bei Lazio nicht mehr das Sagen. Die Trainings leitete sein Nachfolger Edy Reja. Aus finanziellen Gründen versuchte Lazio Rom, Petkovic zu einer Auflösung des Vertrages zu bewegen. Die Abfindung, die ihm Klubpräsident Claudio Lotito anbot, soll deutlich unter den rund 600'000 Euro gelegen haben, die dem baldigen Schweizer Nationalcoach vertraglich noch zustehen würden, berichtete die «Gazzetta dello Sport».

Paco d'Onofrio, der Rechtsbeistand von Petkovic, betrachtet die Kündigung als rechtswidrig. Ein Gericht wird nun darüber urteilen müssen, ob die Entlassung - wie von Lazio betont - aus «berechtigtem Grund» vollzogen wurde. Lotito wirft Petkovic vor, ihn nicht über die Verhandlungen mit dem SFV unterrichtet zu haben. Durch diese sei der 50-jährige Schweiz-Bosnier «abgelenkt» gewesen. Es ist nun mit einem langen Rechtsstreit zu rechnen. (si)

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