Aktualisiert 25.06.2009 11:15

BodenseePetri Heil

Die Berufsfischer am Bodensee haben 2008 vollere Netze gehabt. Sie zogen im vergangenen Jahr rund 725 Tonnen Fisch aus dem Dreiländer-See.

Sie zogen im vergangenen Jahr rund 725 Tonnen Fisch aus dem Dreiländer-See, wie die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) mitteilte.

Zufrieden ist die Vertretung der 140 Berufsfischer am Bodensee allerdings nicht. Die Fänge lagen mehr als 180 Tonnen unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. 2007 wurden nur 591 Tonnen Fisch gefangen.

Neben dem immer saubereren und damit nährstoffärmeren Wasser haben die Fischerei-Beauftragten auch den Kormoran als Feind ausgemacht. Mehrere hundert Brutpaare würden etwa 200 Tonnen Fisch jährlich fangen, hiess es.

Die Fischer fordern deshalb rasche Massnahmen in der Schweiz, Österreich und in Deutschland. Die Vogelschützer am See wehren sich vehement gegen die Bekämpfung der Kormorane.

Hauptsächlich Felchen

Wie immer waren die Felchen mit 538 Tonnen der «Brot-und Butter- Fisch» am Bodensee. Vom Barsch (Egli) wurden 95,5 Tonnen gefangen. Immer noch selten, aber mit deutlichen Zuwachsraten werden Seeforellen (6,8 Tonnen) und Seesaiblinge (12,5 Tonnen) gefangen.

Sie profitieren anders als Felchen und Barsch von der sehr guten Wasserqualität des Bodensees. Die Angelfischer holten 59 Tonnen aus dem See. Hier lag der Barsch vor den Felchen an erster Stelle, gefolgt von Karpfen und Hecht.

In der IBKF sind die Bodensee-Anrainerländer Deutschland, Österreich und die Schweiz vertreten. Sie schlossen 1893 den heute noch gültigen Fischereistaatsvertrag für den Bodensee-Obersee, die sogenannte Bregenzer Übereinkunft.

(sda)

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