Erdöl: Petroplus bleibt in den roten Zahlen
Aktualisiert

ErdölPetroplus bleibt in den roten Zahlen

Die Raffineriebetreiberin Petroplus arbeitet immer noch nicht profitabel: Im dritten Quartal 2010 fuhr das Unternehmen einen Reinverlust von 93,8 Millionen Dollar ein.

Nach 148,1 Mio. Dollar im Vorjahresquartal verbucht Petroplus im dritten Quartal 2010 einen Verlust von 93,8 Mio. Dollar. Den Umsatz steigerte Petroplus von 4,0 Mrd. auf 5,15 Mrd. Dollar. Der Betriebsverlust verkleinerte sich von 123,1 Mio. auf 53,3 Mio. Dollar.

Die Zahlen beziehen sich auf die fortgeführten Geschäfte, also unter Ausklammerung der eingestellten Aktivitäten in der britischen Raffinerie Teesside und der Anlagen in Antwerpen (Belgien).

Petroplus-Chef Jean-Paul Vettier bezeichnete die Quartalsresultate in der Mitteilung vom Mittwoch als enttäuschend und führte dies hauptsächlich auf die schwache Marktlage im Juli und August zurück.

Auch das Ergebnis nach neun Monaten von Petroplus präsentiert sich tiefrot: Unter dem Strich resultierte von Januar bis Ende September ein Verlust im fortgeführten Geschäft von 239,1 Mio. Dollar, nach einem Gewinn von 54,6 Mio. Dollar in der Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg von 10,60 Mrd. auf 15,04 Mrd. Dollar.

Das Unternehmen geht von einem herausfordernden Geschäftsjahr 2011 aus, wie es heisst. Im Vergleich zu 2010 werde sich die Lage aber verbessern, weil die Nachfrage nach Öl im Zuge der weltweiten Konjunkturverbesserung steigen werde.

Noch keinen Einfluss auf die Quartalszahlen von Petroplus hatte der nationale Streik in Frankreich im Oktober: Die Raffineriebetreiberin musste deshalb ihre Anlage in Cressier NE abschalten. Auch ihre Raffinerien in Frankreich waren vom Konflikt betroffen. (sda)

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