schlechtes wetter: Petrus sorgt für Kummer bei Open-Air-Restaurants
Aktualisiert

schlechtes wetterPetrus sorgt für Kummer bei Open-Air-Restaurants

Der miese Frühling lässt die Wirte der Zürcher Open-Air-Restaurants verzweifeln. Erste servieren bereits Fondue und Raclette statt Grilladen.

von
wed
Gähnende Leere: Joel Koella, Chef vom Restaurant Kiosk, hofft weiterhin auf einen schönen Sommer.

Gähnende Leere: Joel Koella, Chef vom Restaurant Kiosk, hofft weiterhin auf einen schönen Sommer.

Kalte Temperaturen und so wenig Sonne wie seit 30 Jahren nicht mehr – auch die Zürcher Open-Air-Restaurants leiden unter dem schlechten Saisonstart. «So etwas hab ich noch nie erlebt. Das ist die extremste Saison, die wir je hatten», sagt Michel Péclard, Gründer der Pumpstation Gastro GmbH. Mit dem Fischers Fritz, Restaurant Kiosk und der Pumpstation sind gleich drei seiner Lokale betroffen. «Die Seeumgebung ist bei schlechtem Wetter einfach nicht attraktiv für die Gäste», sagt Péclard. Die Pumpstation habe in den letzten Wochen gar Umsatzeinbussen von über 85 Prozent verzeichnet und sei bis zum nächsten sonnigen Tag geschlossen.

Auch Seerose-Inhaber Thomas Krebs spricht vom schlechtesten Frühling seit der Eröffnung 2000. «Der diesjährige Böögg hat offensichtlich recht», sagt Krebs. Immerhin seien die Plätze im Innenbereich trotzdem gut besucht. Bei beiden Gastrogruppen sind auch die Angestellten stark von der Situation betroffen und werden aufgrund ihrer Teilzeitverträge nur wenig oder gar nicht eingesetzt.

Im «Frau Gerolds Garten» läuft gar eine Art Protestaktion gegen das schlechte Wetter. Unter dem Motto «So ein Käse!» wird den Gästen bis am Sonntag Fondue, Raclette und Glühwein angeboten. «Für genügend Decken ist gesorgt», sagt Mitbetreiber Thomas Maurer.

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