Aktualisiert 10.06.2009 07:33

BernPetting, Pariser und der erste Sex

Mit Sommer-Kursen wollen Sexperten bei Berner Teenagern Aufklärungslücken schliessen: Es besteht grosser Nachholbedarf.

von
Nina Jecker

«Das Bedürfnis nach Information ist gross», so Sexualpädagogin Myriam Pitschen. Im schulischen Aufklärungsunterricht sei oft kein Platz für die Fragen der Kids. Ausserdem hätten viele Hemmungen, sich beim Lehrer Rat in Sachen Sex zu holen. Im neuen Ferienkurs «Das erste Mal  ...» beim Berner Fäger will Pitschen mit Wissenslücken und Halbwahrheiten aufräumen. «Im Kurs darf alles gefragt werden», betont sie. Es gibt Infos zu Verhütung, HIV und dem ersten Sex: «Ums erste Mal ranken sich viele Gerüchte. Mädchen befürchten etwa, dass sie Dinge aus Pornos machen müssen.»

Auch im Kanton Solothurn gibt es Nachhilfe in Sachen Sex. Im Kurs «Pickel, Petting und Pariser» vom Roten Kreuz helfen Experten weiter. «Nicht alle Kinder werden zu Hause gleich gut aufgeklärt», sagt Mitarbeiterin Luzia Stocker. Die Kurse werden nach Geschlechtern getrennt durchgeführt. «Mädchen haben sonst Hemmungen, Intimes zu fragen», so Stocker.

Renate Krähenbühl von der Sexualpädagogik der Berner Gesundheit befürwortet die Kurse: «Die Jungen müssen schliesslich wissen, wie es läuft, bevor es losgeht.»

Sexualberater Bruno Wermuth beantwortet Fragen rund um Lust und Laster, Versagen, Verhüten und Verklemmtheit. Auch Eltern erhalten Tipps und Rat in Sachen Aufklärung des Nachwuchses. Fragen stellen können Sie mit dem Formular am Ende des Textes.

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