Handball: Pfadi Winterthur neuer Leader
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HandballPfadi Winterthur neuer Leader

Pfadi Winterthur hat am zweitletzten Spieltag der Finalrunde Wacker Thun als Leader abgelöst. Während die Winterthurer gegen St. Otmar St. Gallen zu Hause 35:29 gewannen, verlor Wacker bei den Kadetten Schaffhausen 27:33.

Damit kommt es am kommenden Mittwoch zum Showdown um die Pole-Position für die Playoffs: Die einen Punkt zurückliegenden Thuner empfangen Pfadi. Titelverteidiger Kadetten nimmt die entscheidende Meisterschaftphase im besten Fall als Zweiter in Angriff; die Schaffhauser treffen zum Abschluss auswärts auf Kriens-Luzern.

Den vierten und letzten Playoff-Platz machen wohl St. Otmar und der BSV im Direktduell unter sich aus. Zwar liegt weiterhin Kriens-Luzern auf dem 4. Platz, doch käme ein Punktgewinn der Zentralschweizer gegen die Kadetten einer Überraschung gleich. Die Krienser hätten mit einem Auswärtssieg gegen den BSV Bern Muri alles klar machen können, verloren allerdings 20:22. Deshalb weisen die Berner nun gleich viele Punkte auf, einen Zähler dahinter liegt St. Otmar.

Pfadi feierte gegen St. Otmar einen mehr oder weniger ungefährdeten Sieg. Nach einer ausgeglichenen Startphase setzten sich die Gastgeber von 4:3 (8.) auf 15:7 (25.) ab. Zwar kamen die St. Galler noch zweimal bis auf zwei Tore heran, doch mit sechs Treffern in Serie vom 20:18 (40.) zum 26:18 (45.) machten die Winterthurer alles klar. Pfadi feierte den achten Heimsieg in Serie. Zum besten Skorer des Heimteams avancierte Kreisläufer Mathias Kasapidis, der mit acht seiner neun Würfe erfolgreich war. Auch Pfadis Torhüter Simon Kindle reihte sich unter die Torschützen ein.

Die Partie zwischen den Kadetten und Wacker verlief bis zum 11:10 (21.) ausgeglichen, ehe die Schaffhauser den Vorsprung bis zur Pause auf 17:10 ausbauten. Der Titelverteidiger spielte oft über den Kreis und holte in der ersten Hälfte acht Penaltys (total 11) heraus. In den zweiten 30 Minuten kam Wacker nie mehr näher als bis auf drei Tore heran. Beide Teams könnten bereits am Sonntag wieder aufeinander treffen, nämlich dann, wenn sie am Samstag in den Cup-Halbfinals ihren Favoritenrollen gerecht werden. Diese Tatsache machte sich im Spiel bemerkbar. Bester Werfer der Partie war der Schaffhauser Rückraumspieler Rares Jurca, der siebenmal traf.

Der BSV wendete gegen Kriens-Luzern ein 10:11 (33.) in ein 16:11 (39.). Die Gäste steckten zwar nicht auf und sorgten mit dem 19:21 (54.) nochmals für Spannung, dennoch konnten sie die fünfte Niederlage in Folge nicht mehr abwenden. Zum Matchwinner der Berner, die den dritten Sieg hintereinander feierten, avancierte Keeper Dragan Marjanac mit sagenhaften 31 Paraden. Aufbauer Ladislav Tarhai (8) und Kreisläufer Thomas Heer (5) zeichneten für 13 der 22 Treffer der Gastgeber verantwortlich. Bei Kriens-Luzern verzeichnete Benjamin Steiger zwar sechs Tore, er brauchte dafür allerdings 17 Schüsse. (si)

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