Aktualisiert 22.12.2003 21:31

Pfarrer Siebers Pfuusbus: Bei Obdachlosen ein Hit

Pfarrer Ernst Siebers Pfuusbus mausert sich auch in diesem Winter zum Geheimtipp für Obdachlose: Bereits wurden über 300 Übernachtungen gezählt.

Seit mehr als einem Monat steht der zur Schlafstätte umfunktionierte Sattelschlepper im Albisgüetli – und bereits seit dem zweiten oder dritten Tag sind die zwölf Betten sehr gut belegt: «Im Schnitt schliefen in den vergangenen Wochen neun

Obdachlose bei uns», sagt Seelsorger Sieber zu 20 Minuten. Zum Teil fänden sogar Leute aus dem Ausland den Weg zu ihm und seiner Crew: Vor allem in Belgien ist der Stadtheilige eine bekannte Grösse.

Damit die Hilfsbedürftigen entsprechend betreut werden können, sind über 40 Freiwillige im Einsatz: «Als Einzelner kann ich nichts erreichen, aber in einem breit abgestützten Team kann ich etwas bewirken», erklärt Architekt Ruedi seine Motivation für den freiwilligen Einsatz.

Speziell über die Festtage sind Obdachlose und Alleinstehende für Zuwendungen empfänglich. So ist für den Heiligabend etwa ein Gottesdienst im Wohnmobil geplant. Und für Weihnachten haben sich verschiedene Gruppierungen gemeldet, die die Not leidenden Mitmenschen bekochen wollen. «Eine Frau will sogar grad alle aufs Mal einladen», so der 76-jährige Sieber.

Daniel Zumoberhaus

Die des Pfuusbus lautet 079 469 18 64.

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