Vogelgrippe: Zwei Fälle im Kanton Zürich entdeckt

Aktualisiert

Seuzach ZHWegen Vogelgrippe – alle Tiere des Entenweihers müssen getötet werden

In der Gemeinde Seuzach sind in einer privaten Tierhaltung zwei Fälle von Vogelgrippe entdeckt worden. Das Veterinäramt Zürich hat den Betrieb gesperrt und ist daran, ihn zu sanieren. 

von
Florian Osterwalder
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Bei zwei in einer privaten Tierhaltung tot aufgefundenen Vögeln – einem Graureiher und einem Pfau – wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. (Symbolbild)

Bei zwei in einer privaten Tierhaltung tot aufgefundenen Vögeln – einem Graureiher und einem Pfau – wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. (Symbolbild)

20min/Community
Der Kontakt von Hausgeflügel mit Wildvögeln muss verhindert werden, was meist durch Stall- oder gedeckte Volierenhaltung erreicht wird.

Der Kontakt von Hausgeflügel mit Wildvögeln muss verhindert werden, was meist durch Stall- oder gedeckte Volierenhaltung erreicht wird.

20Min/Leo Butie
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Darum gehts

  • Im Kanton Zürich sind zwei Vogelgrippefälle bekannt.

  • Nun werden Massnahmen im Umgang mit Geflügel getroffen.

  • Um den Seuchenbetrieb ist eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet worden.

Bei zwei in einer privaten Tierhaltung tot aufgefundenen Vögeln – einem Graureiher und einem Pfau – wurde das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. Um eine Weiterverbreitung in andere Geflügelhaltungen zu verhindern, wurde der Betrieb gesperrt und es laufen Sanierungsmassnahmen, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich in einer Medienmitteilung schreibt. Der infizierte Graureiher steckte wohl auch noch andere Vögel im Entenweiher in Seuzach an. Das kantonale Veterinäramt verfügte, dass alle Tiere im Weiher eingefangen und getötet werden müssen, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Um den Seuchenbetrieb ist eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet worden, in welche auch drei Gemeinden des Kantons Thurgau fallen.

In diesen Zonen gelten strenge Schutz- und Hygienemassnahmen, welche die Geflügelhaltenden einhalten, respektive umsetzen müssen, um eine Verschleppung des Virus zu verhindern und ihre eigenen Tiere zu schützen. Die Zonen bleiben für mindestens drei Wochen bestehen.

Geflügelhaltungen müssen registriert werden

Die Zürcher Gesundheitsdirektion schreibt weiter: «Der Kontakt von Hausgeflügel mit Wildvögeln muss verhindert werden, was meist durch Stall- oder gedeckte Volierenhaltung erreicht wird. Der Tierverkehr in diesen Zonen ist bis auf wenige bewilligte Ausnahmen untersagt. Die Bestände werden aufgrund von Risikoüberlegungen gezielt überprüft und allenfalls beprobt.»

Geflügelhaltungen müssen registriert werden. Dies schreibt die Tierseuchengesetzgebung vor. Diese Vorgabe gilt jederzeit und unabhängig davon, wie viele Tiere gehalten werden. Im Kanton Zürich ist das Veterinäramt für die Registrierung zuständig. Geflügel, Eier und andere Geflügelprodukte müssen in der Zone verbleiben und dürfen nur unter strengen Auflagen und mit einer Bewilligung des Veterinäramts hinaustransportiert werden. Ausstellungen mit Geflügel oder anderen Vögeln sind in den Zonen verboten. Von diesen Massnahmen sind im Kanton Zürich neben Seuzach auch weiter Gemeinden betroffen.

Diese Gemeinden sind betroffen

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