38'000 Dollar: Pfefferspray-Polizist erhält Entschädigung
Aktualisiert

38'000 DollarPfefferspray-Polizist erhält Entschädigung

Nachdem er sitzende Studenten mit Pfefferspray besprüht hatte, wurde John Pike zum Internet-Phänomen, verlor seinen Job und wurde depressiv. Nun erhält er Geld – mehr als seine Opfer.

von
rey

Der ehemalige Polizist John Pike erlangte unfreiwillige Berühmtheit, nachdem er sitzende Occupy-Demonstranten auf einem Uni-Campus in Davis, Kalifornien mit Pfefferspray besprühte. Jetzt erhält der mittlerweile 40-Jährige von der Universität eine Entschädigung von 38'000 Dollar.

Diese hatte der Ex-Cop beantragt, weil er nach dem Zwischenfall vom 18. November 2011 unter Depressionen und Angstzuständen litt – eine Diagnose, die von Psychiatern bestätigt wurde. Der sprühende Campus-Polizist war als «Sergeant Pepper» zum unfreiwilligen Internet-Star geworden. Ausserdem waren seine Adresse und Telefonnummer im Netz veröffentlicht worden, worauf Pike gemäss eigenen Angaben mit dem Tod bedroht worden sei.

Grössere Entschädigung als die Opfer

Pike bekommt mehr Geld als die Studenten, die er attackierte. Sechs seiner Opfer erhielten von der Universität Kalifornien je 30'000 Dollar, 15 weitere wurden mit je 6666 Dollar entschädigt. Insgesamt hatte die Uni im Jahr 2012 1'000'000 für den Vergleich mit den Studenten hingeblättert.

Der Anwalt der Studenten ist empört. Zu «Daily Enterprise» sagt er: «Der Vergleich sendet ein klares Signal an den nächsten Polizeibeamten, der nervös vor einer Gruppe von passiven, unbewaffneten Studenten steht: Mach nur. Misshandle sie. Zerstampf ihre Rechte. Man wird sich gut um dich kümmern.»

Pike war nach einer achtmonatigen Beurlaubung im Jahr 2012 entlassen worden. Ebenso die ihm vorstehende Polizeichefin der Universität sowie ein weiterer Polizist, der mit Pfefferspray gegen passive Studenten vorgegangen war.

Das Original-Video des Vorfalls:

Die Originalaufnahmen des «Sergeant Pepper».

«Sergeant Pepper» als Internetphänomen:

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