Aktualisiert 25.05.2016 15:54

Das geht ans HerzPferde küssen Vietnam-Veteran zum Abschied

Ein todkranker Mann aus Texas hat noch einen Wunsch – seine beiden Lieblingspferde sehen, bevor er stirbt. Das Spital und seine Ehefrau machen es möglich.

von
gux
Der letzte Wunsch von Roberto Gonzales wurde erfüllt: Er konnte sich von seinen beiden Lieblingspferden verabschieden.

Der letzte Wunsch von Roberto Gonzales wurde erfüllt: Er konnte sich von seinen beiden Lieblingspferden verabschieden.

Kein Anbieter/Audie L. Murphy Memorial Veterans Hospital

Er ist einer der wenigen in den USA, der trotz einer schweren Behinderung Pferde trainierte. Roberto Gonzalez war am 21. Mai 1970 bei seinem Einsatz in Vietnam angeschossen worden und ist seither gelähmt. «Das hielt ihn nicht von seinem Traumberuf ab. Und so trainierten wir seit 40 Jahren Pferde. Die Tiere waren sein Leben», erzählt Gonzalez' Ehefrau Rosario gegenüber US-Medien.

In den letzten Monaten verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Vietnam-Veteranen markant: Seine Organe begannen zu versagen und die Ärzte haben wenig Hoffnung, dass er sich noch einmal erholen wird. Gonzalez scheint sich damit abgefunden zu haben, hat aber einen letzten Wunsch: Er will noch einmal seine zwei Lieblingspferde Sugar und Ringo sehen. Diesen Wunsch erfüllte ihm das Audie L. Murphy Memorial Veterans Hospital und Ehefrau Rosario: Am 21. Mai, dem Jahrestag, an dem Roberto in Vietnam angeschossen wurde, wurden die beiden Tiere aus dem 240 Kilometer entfernten Premont, Texas, zum Spital transportiert, wo sie auf den bettlägrigen Gonzalez trafen.

«Sie erkannten ihn sofort», sagte Gonzalez' Frau. «Sie kamen heran und küssten sein Gesicht. Er wird das nie vergessen.» Letzte Wünsche von Sterbenden, so Rosario, sollten möglichst respektiert werden.

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