Aktualisiert 25.07.2018 06:56

GartenpflegePflanzen giessen in der Sommerhitze – so gehts

Bei grosser Hitze und Zeiten ohne Regen müssen Pflanzen gegossen werden – aber nicht irgendwann. Wir zeigen, was Sie falsch machen können.

von
Meret Steiger
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Pflanzen sind doch etwas Schönes!

Pflanzen sind doch etwas Schönes!

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Egal ob sie in einem grosszügigen Garten wachsen ...

Egal ob sie in einem grosszügigen Garten wachsen ...

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... oder doch eher als Blumengärtchen auf einem Balkon. Auch Pflege brauchen beide Sorten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Giessen achten müssen.

... oder doch eher als Blumengärtchen auf einem Balkon. Auch Pflege brauchen beide Sorten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Giessen achten müssen.

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Damit Pflanzen auf dem Balkon und im Garten den ganzen Sommer über üppig wachsen und blühen, müssen sie vor allem richtig feucht gehalten werden, denn sie bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser.

Ob Kräuter in Töpfen auf dem Balkon, ein Gemüsebeet im Garten, üppige Blumenpracht an der Hausfassade oder einfach eine Rasenfläche – bei sommerlichen Temperaturen heisst es kräftig giessen, damit die grüne Pracht nicht austrocknet. Wir zeigen, worauf Hobbygärtner achten müssen.

Wann?

Profis raten: Zwischen drei und vier Uhr morgens, weil dann der Boden am kühlsten ist und das Wasser nur minimal verdunstet. Wem das schlicht zu früh zum Aufstehen ist, kann auch am Morgen zur Giesskanne greifen, denn auch dann ist der Boden noch relativ kühl. Mittags ist schlecht, weil das Wasser verdunstet, bevor es richtig in die Erde eingedrungen ist. Und am Abend riskiert man, dass durch die Feuchtigkeit vermehrt Schnecken angelockt werden und die Pflanzen kahlfressen.

Wie viel?

Wenn es wirklich heiss und trocken ist, dann sollten Pflanzen im Garten einmal täglich gegossen werden, Topfpflanzen besser zweimal, weil sie nicht so viel Wasser speichern können bzw. je nach Topfmaterial das Wasser schnell verdunstet. Was die Menge anbelangt: Die ist abhängig von der Pflanzenart, Kakteen brauchen wenig, Wasserpflanzen wie Sumpfdotterblumen viel Wasser. Grundsätzlich gilt: Immer so reichlich giessen, dass der Boden bis zur Hauptwurzelzone gut durchfeuchtet ist. Wer einen Rasen hat, sollte den Rasenschnitt nach dem Mähen liegen lassen, denn dieser speichert Feuchtigkeit und hilft gegen das Austrocknen.

Wohin?

Manche Hobbygärtner meinen es besonders gut mit ihren Pflanzen und wässern auch gründlich die Blätter. Ganz schlecht, denn Wassertropfen können die Blätter „verbrennen", wenn die Sonne darauf scheint. Ausserdem können sich auf nassen Blättern leichter Pilze ansiedeln.

Wie?

Ob mit Schlauch oder Giesskanne oder gar mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem spielt keine Rolle, aber das Wasser sollte temperiert sein, also niemals eiskalt oder heiss. Und gerade bei Topfpflanzen muss man sich Zeit nehmen, bis die trockene Erde das Wasser aufgenommen hat.

Und wenn trotzdem was vertrocknet?

Man kann versuchen die vertrockneten Teile zurückzuschneiden. Bei regelmässiger guter Pflege besteht die Chance, dass die Pflanze wieder austreibt. Damit Sie das Giessen in Zukunft nicht vergessen, gibt es verschiedene Apps, zum Beispiel «Koubachi», die gratis ans Giessen und Düngen erinnert.

Anmerkung der Redaktion: Aus aktuellem Anlass haben wir diesen Artikel recycelt.

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