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Pflaster gegen das Trinken

Ein «Alkohol-Pflaster» soll künftig die Trinklust von Alkoholikern zügeln.

Dafür verantwortlich ist die Substanz Mecamylamin, die unter anderem auch in konventionellen Nikotin-Pflastern enthalten ist, wie das Wissenschaftsmagazin «Nature» berichtete. Mecamylamin wird schon seit den 50er Jahren gegen Bluthochdruck eingesetzt, hemmt aber auch im Gehirn die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, der an dem Verlangen nach Drogen wie Nikotin oder Alkohol beteiligt ist.

Vorläufige Tests ergaben dem Bericht zufolge, dass Personen, die zuvor pro Woche etwa zehn Drinks konsumierten, ihre Alkoholmenge nach vierwöchiger Einnahme von Mecamylamin-Tabletten auf wöchentlich sechs Getränke reduzierten. Weitere Versuche sollen nun zeigen, ob auch das «Alkohol-Pflaster» tatsächlich zur Verringerung der Sucht geeignet ist. (dapd)

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