26.10.2020 16:32

ProtestwochePflegepersonal in Neuenburg darf nicht an Demo teilnehmen

Der Auftakt zur landesweiten Protestwoche des Gesundheitspersonals fiel in Neuenburg bescheiden aus. Laut Gewerkschaften war es den Pflegenden nicht erlaubt, sich an der Demonstration zu beteiligen.

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Bescheidener Protest: Auch in Neuenburg sollte am Montag die landesweite Protestwoche des Gesundheitspersonals beginnen.

Bescheidener Protest: Auch in Neuenburg sollte am Montag die landesweite Protestwoche des Gesundheitspersonals beginnen.

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Das Pflegepersonal durfte laut Gewerkschaften allerdings nicht an der Demonstration teilnehmen.

Das Pflegepersonal durfte laut Gewerkschaften allerdings nicht an der Demonstration teilnehmen.

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Nur 25 Personen beteiligten sich demnach an der Aktion. 10 davon waren Angestellte, 15 waren Gewerkschafter und alle trugen Schutzmasken. 

Nur 25 Personen beteiligten sich demnach an der Aktion. 10 davon waren Angestellte, 15 waren Gewerkschafter und alle trugen Schutzmasken.

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Darum gehts

  • In Neuenburg fiel der Auftakt zur landesweiten Protestwoche des Gesundheitspersonals bescheiden aus.

  • Nach Angaben der Gewerkschaften war es dem Pflegepersonal nicht erlaubt, sich an der Demonstration zu beteiligen.

  • So waren nur rund zwei Dutzend Menschen vor Ort.

  • Die Pflegenden kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und fordern eine Corona-Prämie sowie Lohnerhöhungen.

Mit einer Kundgebung vor einem Spital in Neuenburg hat am Montag eine landesweite Protestwoche des Gesundheitspersonals begonnen. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und fordern eine Corona-Prämie sowie Lohnerhöhungen.

Wegen der Corona-Pandemie fiel der Protest in Neuenburg zahlenmässig bescheiden aus. Nach Angaben eines Fotografen von Keystone-SDA vor Ort beteiligten sich nur 25 Personen an der Aktion. 10 davon waren Angestellte, 15 waren Gewerkschafter und alle trugen Schutzmasken. Nach Angaben der Gewerkschaften war es dem Pflegepersonal nicht erlaubt, sich an der Demonstration zu beteiligen.

Gleichentags war im Kanton Neuenburg wegen der Coronavirus-Pandemie ein Verbot von Versammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen und privaten Bereich in Kraft getreten, wie de Neuenburger Sektion der Gewerkschaft VPOD mitteilte. Die Gewerkschaften beschlossen jedoch, an der Kundgebung vor dem Spital festzuhalten – unter Einhaltung der geforderten Schutzmassnahmen.

Zur Protestwoche aufgerufen hat das vom Schweizerischen Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), der Gewerkschaft Syna und vom Schweizerischen Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) gegründete Bündnis Gesundheit.

Mangelnde Wertschätzung angeprangert

An einer Medienkonferenz kritisierten Gewerkschaftsvertreter die mangelnde Wertschätzung gegenüber denjenigen, die an vorderster Front gegen die Coronavirus-Pandemie kämpfen. Politische Behörden und Arbeitgeber müssten den Beschäftigten im Gesundheitswesen den grösstmöglichen Schutz bieten, anstatt ihre Rechte zu unterdrücken.

Zu Beginn dieser Winterperiode würden fast alle Gesundheitseinrichtungen von erschöpften und erkrankten Mitarbeitenden berichten. «Deshalb dürfen die gesetzlichen Bestimmungen über die Arbeits- und Ruhezeiten nicht wieder ausgesetzt werden», fordert das Bündnis Gesundheit.

Mehrere Forderungen stehen im Mittelpunkt der Protestwoche: Eine Corona-Prämie in der Höhe eines Monatslohns und endlich eine Lohnerhöhung. Mehr Rechte am Arbeitsplatz, mehr Mitsprache und besseren Schutz dank Gesamtarbeitsverträgen.

Demo auf Bundesplatz geplant

Die Aktion in Neuenburg bildete den Auftakt einer ganzen Protestwoche in verschiedenen Regionen der Schweiz. Ebenfalls am Montagmorgen haben sich rund 25 Personen vor der Kantonsratssitzung in Luzern zu einer Spalieraktion versammelt. Es hätten sich Personen aus allen Gesundheitsbereichen an der Aktion beteiligt, sagte Viviane Hösli, Regionalsekretärin der Gewerkschaft VPOD Zentralschweiz. Weitere Kundgebungen finden «unter strikter Einhaltung der Schutzmassnahmen» am Dienstag in Genf, Basel und Luzern, am Mittwoch in Lausanne, Frauenfeld und Aarau, am Donnerstag in Freiburg, Zürich, St. Gallen und in der Zentralschweiz statt. Abgeschlossen wird die Protestwoche mit einer Kundgebung auf dem Bundesplatz am Samstag in Bern.

Seit der Gründung Ende August durch VPOD, Syna und SBK sind dem von Bündnis Gesundheit ein Dutzend weitere Verbände und andere Gewerkschaften beigetreten, darunter der Schweizerische Gewerkschaftsbund, Unia und Travail Suisse.

(SDA)

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