Kritik: Pfusch bei ETH-Schulranking
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KritikPfusch bei ETH-Schulranking

Die ETH-Rangliste zur Ausbildungsqualität der Gymnasien sorgt für Schlagzeilen. Jetzt zeigt sich: Es wurde gepfuscht. Die Studie enthält gravierende Fehler – sie bewertet sogar eine Schule, die es gar nicht gibt.

Recherchen der Zeitung «Sonntag» haben unter anderem gezeigt: Im Ranking sind drei Aarauer Kantonsschulen aufgeführt. Es gibt aber nur zwei. Die dritte Schule, angeblich ein Gymnasium namens «Kantonsschule Aarau», existiert nicht.

Fehler geschahen auch bei der Bewertung zweier Zürcher Gymnasien, wie «Sonntag»-Recherchen ergaben. Beim Literaturgymnasium Rämibühl wurden Schüler mit dem Schwerpunktfach Physik/Anwendungen der Mathematik einbezogen. Desgleichen Schüler mit Schwerpunktfach Biologie und Chemie. «Das Literargymnasium hat aber ausschliesslich Schüler mit sprachlichen Schwerpunktfächern», sagt Rämibühl-Rektor Balz Bürgisser: «Da ist also ein Fehler passiert.»

Auch bei der Kantonsschule Hohe Promenande tauchen Schüler in der Statistik auf, die das Schwerpunktfach Physik/Anwendungen der Mathematik belegt haben sollen. Bürgisser: «Dabei hat die Hohe Promenade nur das alt- und das neusprachliche Maturitätsprofil.»

Die ETH Zürich bestätigt auf Anfrage, dass entsprechende Hinweise und Anfragen eingegangen seien. ETH-Sprecher Thomas Schaller: «Abklärungen sind angelaufen.»

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