Aktualisiert 08.09.2009 23:20

Auf Autos geschossenPhantomschütze von Rheinfelden verhaftet

In der Nähe des Gesundheitszentrums Fricktal hat die Polizei den Rütteliweg weiträumig abgesperrt. «Sehr mysteriös», fand das auch 20-Minuten-Leser-Reporter M. H.: «Die Polizisten laufen alle in kugelsicheren Westen herum.» Mit gutem Grund, wie sich jetzt herausstellt: In Rheinfelden ging ein schiesswütiger Unbekannter um.

Ein 46-jähriger Mann hat am Montag und Dienstag im aargauischen Rheinfelden auf vorbeifahrende Fahrzeuge geschossen. Verletzt wurde niemand. Eine Person erlitt einen leichten Schock. Der Schütze wurde am Dienstagabend verhaftet, er ist geständig.

«Plötzlich hat es einen lauten Knall gegeben», sagt Busfahrer Martin Stohler. Er war gestern Morgen auf der ersten Tour, als sein Bus von einer Stahlkugel getroffen wurde. Der Schuss durchschlug eine Seitenscheibe – unmittelbar neben den Sitzen der Fahrgäste. «Zum Glück ist niemand verletzt worden», sagt Stohler.

Beim Schützen handelt sich laut Polizeiangaben um einen Schweizer. Er hatte zwei Linienbusse sowie ein Auto beschossen und einen Grosseinsatz der Polizei ausgelöst.

In seiner Wohnung konnten mehrere Präzisionsschleudern samt Stahlkugeln sichergestellt werden. Der Mann wurde auf Verfügung des Bezirksamtes inhaftiert

Der Mann hat ein Geständnis abgelegt. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes inhaftiert. Über sein Motiv soll die eingeleitete Untersuchung Klarheit schaffen.

Was genau geschah

Am Dienstag um 9:42 Uhr wurde der Kantonspolizei gemeldet, dass soeben am Rütteliweg auf einen vorbeifahrenden PW geschossen wurde. Bereits kurz nach 8.00 Uhr sei auch ein Linienbus beschossen worden.

Der Bus und der PW befuhren den Rütteliweg und wurden dabei beschossen. Bei beiden Fahrzeugen ging jeweils eine Seitenscheibe in Brüche. Die Ermittlungen ergaben auch, dass offenbar bereits gestern um 18.00 Uhr ein Bus beschossen wurde und mit einer defekten Heckscheibe zum Bahnhof Rheinfelden fuhr. Bei den Vorfällen wurden niemand verletzt, einzig eine Person erlitt einen leichten Schock, als die Scheibe zerbarst.

Die Polizei tappte im Dunkeln

Die ausgerückte Polizei sperrte den Rütteliweg sofort weiträumig ab. Da davon ausgegangen werden muss, dass die Schussabgabe im Bereich Rütteliweg 8 erfolgte, wurden die Bewohner aufgefordert in den Wohnungen zu bleiben.

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