Produktions-Umbau: Biontech verspricht Lösung des Liefer-Engpasses
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Produktions-UmbauBiontech verspricht Lösung des Liefer-Engpasses

Die Firma Pfizer muss die Lieferung des Coronavirus-Impfstoffs wegen des Produktions-Ausbaus beschränken. Der deutsche Partner Biontech aber versichert, dass ab 25. Januar wieder planmässig geliefert werden könne.

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Pfizer/Biontech und Moderna: Die Impfstoffe der beiden Unternehmen sind die ersten, welche Swissmedic für die Verabreichung in der Schweiz zugelassen hat. Beide sind sogenannte mRNA-Impfstoffe und damit die ersten ihrer Art.

Pfizer/Biontech und Moderna: Die Impfstoffe der beiden Unternehmen sind die ersten, welche Swissmedic für die Verabreichung in der Schweiz zugelassen hat. Beide sind sogenannte mRNA-Impfstoffe und damit die ersten ihrer Art.

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Dass es diese gibt, ist Katalin Karikó zu verdanken. Sie ist die Forscherin, die mit ihrer jahrzehntelangen Arbeit den Weg für die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna ebnete. 

Dass es diese gibt, ist Katalin Karikó zu verdanken. Sie ist die Forscherin, die mit ihrer jahrzehntelangen Arbeit den Weg für die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna ebnete.

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Karikó gilt als ungarische Mutter der neuen mRNA-Impfstoffe.

Karikó gilt als ungarische Mutter der neuen mRNA-Impfstoffe.

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Das Mainzer Unternehmen Biontech hat nach der Ankündigung wochenlanger Lieferverzögerungen bei den Corona-Impfdosen für Europa durch seinen Partner Pfizer eine schnellere Normalisierung der Lieferungen zugesichert. «Ab der Woche vom 25. Januar werden wir wieder zum ursprünglichen Zeitplan für die Lieferungen zurückkehren», erklärte Biontech am Freitag in Mainz. Nachdem dann zunächst 100 Prozent der Europa zugesicherten Impfdosen geliefert werden könnten, würden die Auslieferungen ab dem 15. Februar sogar gesteigert.

Das deutsche Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, Biontech/Pfizer würden ihre Impfstoff-Lieferungen an mehrere europäische Staaten wegen Umbauarbeiten im Pfizer-Werk im belgischen Puurs für drei bis vier Wochen verringern.

«Deutlich mehr im zweiten Quartal»

Aus dem Pfizer-Werk in Puurs werden weltweit alle Länder ausser den USA mit dem Biontech-Impfstoff beliefert. Mit dem Umbau sollen die dortigen Produktionskapazitäten ausgeweitet werden. Überdies bekam am Freitag eine geplante neue Produktionsstätte für den Biontech-Impfstoff im hessischen Marburg grünes Licht von den Behörden.

Biontech versicherte am Freitag in seiner Mitteilung, «dass wir in der Lage sein werden, die volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal und deutlich mehr im zweiten Quartal zu liefern». Biontech und Pfizer würden EU-Kommission, EU-Länder und andere Staaten über die aktualisierten Liefertermine informieren.

Beide Unternehmen arbeiteten «unermüdlich daran, den weiteren Roll-out der Impfkampagnen weltweit zu unterstützen», hiess es weiter. Dazu bauten sie nicht nur ihre eigenen Produktionskapazitäten aus, sondern zögen auch weitere Zulieferer und Auftragshersteller hinzu.

(AFP)

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