Aktualisiert 25.05.2010 07:36

NHL

Philadelphia folgt Chicago in den Final

Einen Tag nach Chicago hat auch Philadelphia das Ticket für den Final um den Stanley Cup gelöst. Die Flyers gewannen gegen die Montreal Canadiens vor eigenem Publikum 4:2, womit sie sich in der Best-of-7-Serie mit 4:1 Siegen durchsetzten.

Der zweifache NHL-Champion Philadelphia (1974, 1975) qualifizierte sich zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder für den Stanley-Cup-Final. In diesem treffen die Flyers auf den Western- Conference-Sieger Chicago Blackhawks. Das einzige Saisonspiel dieser zwei Mannschaften gewann Philadelphia Mitte März zu Hause 3:2. Die erste Finalpartie findet am Samstag, 29. Mai, in Chicago statt.

Der Sieg gegen die Canadiens war für Philadelphia nur das bisher letzte Kapitel einer märchenhaften Story. Die Flyers schafften die Playoff-Qualifikation erst im 82. und letzten Spiel der Regular Season dank dem Sieg im Penaltyschiessen gegen die New York Rangers. In der ersten Playoff-Runde schalteten sie die viel höher eingestuften New Jersey Devils aus. Danach gelang ihnen ein sensationelles Comeback in der Serie gegen die Boston Bruins. Philadelphia lag mit 0:3 Siegen zurück, ehe es die Best-of-7-Serie - als erst drittes Team in der NHL-Geschichte - noch zu wenden vermochte. Dabei lagen die Flyers auch im entscheidenden siebten Spiel auswärts in Boston nach nur 15 Minuten 0:3 zurück, ehe mit vier Treffern noch die neuerliche Wende Tatsache wurde. «Unsere Reise ist noch nicht beendet. Hoffentlich hält das Märchen für uns ein glückliches Ende bereit», sagte Philadelphias Captain Mike Richards.

Zu Ende ist hingegen die lange Zeit ähnlich märchenhafte Geschichte von Montreal. Die Canadiens rutschten in der Eastern Conference als achtes und letztes Team in die Playoffs, in welchen sie zunächst den Qualifikationssieger Washington und danach den Titelverteidiger Pittsburgh ausschalteten. Gegen beide Teams standen die Kanadier jeweils kurz vor dem Ausscheiden. «Viele Dinge haben gestimmt und es ist viel passiert, doch letztlich hat es nicht gereicht. Das ist hart», so Montreals Verteidiger Hal Gill. (si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.