Ehemaliger Spitzenbankier: Philippe de Weck 90-jährig gestorben

Aktualisiert

Ehemaliger SpitzenbankierPhilippe de Weck 90-jährig gestorben

Der ehemalige Spitzenbankier Philippe de Weck ist am in Freiburg im Alter von 90 Jahren gestorben. De Weck war von 1976 bis 1980 Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG), der heutigen UBS.

Seine Karriere bei der Grossbank begann, als die SBG im Jahre 1953 die familieneigene Bank Weck, Aeby & Cie. übernommen hatte. Dort war der am 2. Januar 1919 in Freiburg geborene de Weck nach dem Abschluss eines Rechtsstudiums und einer dreijährigen Tätigkeit als Rechtsanwalt ins Bankgeschäft eingestiegen.

De Weck übte auch zahlreiche Verwaltungsratsmandate ausserhalb der Finanzbranche aus, darunter jene in den Industrieflaggschiffen Nestlé, BBC, Sulzer und Asuag sowie beim Warenkontrollkonzern SGS. Nach der Abgabe des SBG-Präsidiums blieb de Weck noch bis 1988 Mitglied des Verwaltungsrats der Grossbank.

Internationales Aufsehen erregte de Weck 1989, als er vom Vatikan in einen Expertenrat berufen wurde, der die Vatikanbank Istituto per le Opere di Religione (IOR) nach dem Skandal um den Zusammenbruch des Banco Ambrosiano sanieren musste. De Weck gehörte diesem Gremium bis 1997 an.

De Weck hinterlässt eine Frau und sieben Kinder, darunter der Bankier Pierre de Weck und der Publizist Roger de Weck. Das Begräbnis findet am kommenden Dienstag in der Kathedrale St. Niklaus in Freiburg statt, wie der Todesanzeige der Familie vom Samstag zu entnehmen ist. (dapd)

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