Aktualisiert 16.05.2007 09:26

Philippinen: Arroyo beansprucht Wahlsieg

Zwei Tage nach den Wahlen auf den Philippinen hat Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo von einem deutlichen Sieg ihres Lagers gesprochen und politische Stabilität zugesagt.

Es sehe danach aus, als ob die Mehrheit im Abgeordnetenhaus ausgebaut worden sei, erklärte die Staatschefin am Mittwoch. Bei den Kommunalvertretungen habe das Regierungslager fast durchgängig gewonnen.

Keine offiziellen Zahlen

Ein Regierungssprecher berief sich auf Teilergebnisse und sagte, mindestens 100 der insgesamt 275 Sitze im Abgeordnetenhaus seien an Kandidaten der Regierung gegangen. Die Wahlkommission hat noch keine offiziellen Zahlen bekannt gegeben. Zum Abschneiden der Opposition ist bislang nichts bekannt.

Zum Ergebnis der Senatswahl, bei der es um zwölf Mandate ging, machte Arroyo keine Angaben. Beobachter halten es für wahrscheinlich, dass die Opposition dort durchaus an Boden gewinnen konnte. Diese Auszahlung dürfte aber mehrere Wochen dauern.

Zur Abstimmung am Montag waren insgesamt 45 Millionen Menschen aufgerufen. Ein Sieg des Regierungslagers im Abgeordnetenhaus und den Gemeindevertretungen galt weithin als sicher.

Ausschreitungen

Die Wahl wurde von einigen gewaltsamen Ausschreitungen überschattet: Im Wahlkampf und am Wahltag waren mehr als 125 Menschen ums Leben gekommen. Mit dem Ergebnis der Parlaments- und Regionalwahlen wird in einigen Tagen gerechnet.

Am Mittwoch töteten Rebellen bei einem Überfall auf eine Militärpatrouille sieben Soldaten. Die Armee machte kommunistische Aufständische für den Überfall verantwortlich.

Die Soldaten waren in Boayan in der Provinz Abra 350 Kilometer nördlich von Manila unterwegs, sagte ein Sprecher. Sie hätten die Strasse sichern wollen, um sicherzustellen, dass die Wahlurnen von den Parlaments- und Regionalwahlen am Montag ohne Zwischenfälle in die Auszählzentren gebracht werden können.

Die Provinz Abra ist wegen politischer Gewalt berüchtigt. Zehn Tage vor den Wahlen waren sechs Passagiere im Auto eines Kandidaten für das Abgeordnetenhaus auf offener Strasse erschossen worden. (sda)

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