Friedensabkommen: Philippinische Regierung einigt sich mit Rebellen
Aktualisiert

FriedensabkommenPhilippinische Regierung einigt sich mit Rebellen

Die philippinische Regierung hat sich nach eigenen Angaben endgültig auf ein Friedensabkommen mit den muslimischen Rebellen im Süden des Landes geeinigt.

Die Rebellen und die Regierung auf den Philippinen sollen sich geeinigt haben.

Die Rebellen und die Regierung auf den Philippinen sollen sich geeinigt haben.

Die grösste muslimische Separatistengruppe der Philippinen hat nach jahrzehntelangem Konflikt ihrer Entwaffnung zugestimmt.Die Rebellen der Moro-Islamischen Befreiungsfront (MILF) unterzeichneten am Samstag eine Übereinkunft zur «Normalisierung».

Damit erfüllen sie den letzten von vier Rahmenpunkten, die in einem vorläufigen Friedensabkommen zwischen ihnen und der Regierung im Oktober 2012 festgelegt worden waren. Ein umfassendes Friedensabkommen werde bald in Manila unterzeichnet, sagte der Sprecher des philippinischen Präsidenten, Edwin Lacierda, am Samstag am malaysischen Verhandlungsort Kuala Lumpur.

Identität von Muslimen anerkannt

Die Rebellen kämpfen seit mehr als 40 Jahren für die Abspaltung eines muslimischen Staates auf den Philippinen. Ihre Entwaffnung galt als besonders schwieriger Punkt des Friedensplans. Viele der schätzungsweise 12'000 Rebellen sperrten sich bislang dagegen.

Mit dem Abkommen werden die Identität der Muslime in den überwiegend katholischen Philippinen sowie ihr Recht auf eine Heimat und eine eigene Regierung anerkannt. Bis 2016 soll auf einem Teil der Insel Mindanao eine autonome Region mit dem Namen Bangsamoro oder «muslimische Nation» entstehen.

Schweiz reagiert erfreut

Die Schweiz begrüsste am Samstag die Unterzeichnung der Übereinkunft. «Dies ist ein historischer Meilenstein auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden im Süden der Philippinen», schrieb das Aussendepartement EDA. «Er bedeutet das Ende eines langen und komplexen Verhandlungsprozesses und zeugt vom Willen der Parteien, durch dieses denkwürdige Abkommen Frieden zu schaffen.» (sda)

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