Aktualisiert 31.01.2012 09:28

Raumfahrt

«Phobos-Grunt» stürzte ab wegen Computerpanne

Anfangs hielt man die Strahlung eines US-Radars für den Grund des Absturzes einer russischen Marsmond-Sonde. Jetzt ist klar: «Phobos-Grunt» konnte die Erdumlaufbahn wegen einer falschen Software nicht verlassen.

Russische Forscher betrachten die Raumsonde «Phobos Grunt».

Russische Forscher betrachten die Raumsonde «Phobos Grunt».

Ein Programmierfehler und nicht die Strahlung eines US-Radars war nach einem Moskauer Untersuchungsbericht Ursache für den Absturz der russischen Marsmond-Sonde «Phobos-Grunt» im Januar.

Wegen einer falschen Software im Bordrechner habe die Raumsonde nach ihrem Start am 9. November die Erdumlaufbahn nicht verlassen können. Das berichtete die Zeitung «Kommersant» am Dienstag unter Berufung auf den Bericht einer staatlichen Kommission.

Die 145 Millionen Franken teure und 13,5 Tonnen schwere Raumsonde war am 15. Januar unkontrolliert in den Pazifik gestürzt. Bisher galt die starke Strahlung eines US-Radars als mögliche Ursache für die Panne.

(sda)

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