Finden Sie den Fehler? : Photoshop-Panne beim Afghanistan-Besuch
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Finden Sie den Fehler? Photoshop-Panne beim Afghanistan-Besuch

Nach einem Besuch des US-Aussenministers in Afghanistan haben beide Länder ein Foto des Treffens veröffentlicht. Doch ein Unterschied in den Bildern verriet mehr, als Washington lieb ist.

von
gux
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Die US-Botschaft twitterte dieses Foto von Rex Tillersons Besuch in Afghanistan und  schrieb, ...

Die US-Botschaft twitterte dieses Foto von Rex Tillersons Besuch in Afghanistan und schrieb, ...

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... dass sich der US-Aussenminister und Präsident Ashraf Ghani in Kabul getroffen hätten.

... dass sich der US-Aussenminister und Präsident Ashraf Ghani in Kabul getroffen hätten.

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Auch die afghanischen Behörden stellten ein Bild des Treffens auf Twitter - und legten damit wohl ungewollt einen kleinen, aber feinen Unterschied offen.

Auch die afghanischen Behörden stellten ein Bild des Treffens auf Twitter - und legten damit wohl ungewollt einen kleinen, aber feinen Unterschied offen.

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US-Aussenminister Rex Tillerson reiste am Montag überraschend nach Afghanistan, wo er sich mit Präsident Ashraf Ghani traf. Zuvor war Tillerson im Irak gewesen, um sich über die fragile Lage und den Konflikt mit den Kurden zu unterhalten.

In Afghanistan, wo er sich lediglich zweieinhalb Stunden aufhielt, ging es um eine mögliche Konfliktlösung mit moderaten Taliban. Aufständische, die sich von Gewalt und Terrorismus lossagten und der Stabilität des Landes verpflichteten, könnten durchaus an einer künftigen Regierung beteiligt werden, erklärte Tillerson.

Ein Besuch, zwei Fotos

Später twitterte die US-Botschaft ein Foto von dem Treffen. Auch die afghanischen Behörden taten das. Nur: Die jeweils veröffentlichten Fotos unterschieden sich – und verrieten, dass das Treffen von Tillerson und Ghani nicht, wie beide Seiten angaben, in der Hauptstadt Kabul stattgefunden hatte, sondern auf dem US-Militärstützpunkt Bagram. Finden Sie den Unterschied? In der Bildstrecke gibt es die Auflösung.

Verschleierung aus Sicherheitsgründen

Später korrigierten die Amerikaner ihre Bildunterschrift, die Afghanen beliessen es bei der retuschierten Version. Der Grund für den Verschleierungsversuch ist naheliegend: Die USA wollten den genauen Aufenthaltsort ihres Aussenministers aus Sicherheitsgründen nicht preisgeben.

Wie gefährlich die Lage in dem Land ist, hat eben erst der Besuch von US-Verteidigungsminister James Mattis verdeutlicht: Nur kurz nachdem Mattis im September den Flughafen Kabul mit einem Helikopter verlassen hatte, schlugen dort Raketen ein.

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