Piero: Leuenberger relativiert
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Piero: Leuenberger relativiert

Laut dem Pressesprecher von Moritz Leuenberger wurden die Aussagen des Medienministers von heute morgen falsch verstanden. Leuenberger würde nicht mal im Scherz in ein Medienhaus rasen. (In ein Regierungsgebäude unter Umständen schon).

Die launige Ansprache von Moritz Leuenberger in der Ahnengalerie des Zürcher Kaspar-Escher-Hauses von heute Morgen gibt weiter zu reden. Augenzeugen berichteten gegenüber 20minuten.ch, Leuenberger habe ein gewisses Verständnis über die Ringier-Rammaktion des Sängers Piero Esteriore geäussert. Mit seiner Berichterstattung löste 20minuten.ch ein grosses Medienecho aus.

Laut dem Pressesprecher des Medienministers, Daniel Bach, stimme die Geschichte so nicht ganz. Leuenberger habe die Geschichte um die Amokfahrt zwar aufgenommen, als sein Porträt enthüllt wurde. Wenn es (das Bild) ihm nicht gefalle, könne er ja mit dem Mercedes hineinfahren, habe der Medienminister gewitzelt und damit Gelächter unter den Anwesenden ausgelöst. Auch, dass jemand ob einem Artikel derart in Rage gerät, könne er «ein Stück weit» verstehen. Bundesrat Leuenberger habe aber die Tat des italienischen Sängers nicht verteidigt. Er selber würde allerdings nie in ein Medienhaus fahren.

Das wurde so allerdings auch nie behauptet, denn ein Bundesrat lässt bekanntlich chauffieren. Wörtlich hat Leuenberger gesagt: «Jedenfalls habe ich den Mercedes bestellt, um ins Kaspar-Escher-Haus zu fahren». Dies aber nur, falls ihm das Bild nicht zusage. Auf Radio 24 gab der Minister nach der Enthüllung Entwarnung: «Das Kaspar-Escher-Haus bleibt intakt.» Grund: Das Bild gefällt dem Porträitierten.

Jedenfalls hat der scherzende Minister mit seiner versteckten Medienschelte offensichtlich einen Nerv getroffen. Im Feedback auf 20minuten.ch werden die Äusserungen Leuenbergers aufgeregt und mehrheitlich zustimmend kommentiert.

(meg)

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