Reise nach Abu Dhabi: Pierre Maudet zu bedingter Geldstrafe von 120’000 Franken verurteilt
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Reise nach Abu DhabiPierre Maudet zu bedingter Geldstrafe von 120’000 Franken verurteilt

Das Genfer Polizeigericht verkündete am Montag das Urteil im Prozess Pierre Maudet. Der Staatsrat wird zu einer Busse von 300 Tagessätzen à 400 Franken auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er den Kanton Genf entschädigen.

von
Lucas Orellano
Denis Molnar
Pierre Maudet wurde zu einer hohen Busse verurteilt – auf Bewährung.

Pierre Maudet wurde zu einer hohen Busse verurteilt – auf Bewährung.

20min/Marvin Ancian

Pierre Maudet wird zu einer Busse von 300 Tagessätzen à 400 Franken auf Bewährung verurteilt. Dies verkündete das Genfer Polizeigericht am frühen Montagabend, wie SRF berichtet. Ausserdem muss Maudet dem Kanton Genf eine Entschädigungszahlung von 50’000 Franken leisten.

Prozess wegen Luxusreise nach Abu Dhabi

Der Prozess gegen den Genfer Staatsrat Pierre Maudet begann am 15. Februar. Die Staatsanwaltschaft warf dem 42-Jährigen Vorteilsnahme vor. Dabei geht es um eine Luxusreise, die Maudet 2015 in die Vereinigten Arabischen Emirate unternommen hatte.

Die Reise, bei der auch der Besuch des Formel-1-Grand-Prix von Abu Dhabi auf dem Programm stand, wurde vom Kronprinzen des Emirats finanziert. Nach dem Bekanntwerden der Reise entschuldigte sich Maudet damals dafür, gewisse Dinge verschwiegen zu haben. Die FDP schloss ihn im Juli 2020 aus der Partei aus.

Im Herbst 2020 gab Maudet seinen Rücktritt als Regierungsrat bekannt, kündigte aber gleichzeitig auch eine erneute unabhängige Kandidatur an. Am 7. März will er sich erneut zur Wahl stellen.

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