Pilger-Drama: Bergsteiger verstecken Gläubigen
Aktualisiert

Pilger-Drama: Bergsteiger verstecken Gläubigen

Sie wollten den Dalai Lama besuchen und wurden vom chinesischen Grenzschutz abgeknallt wie Freiwild. Einer der Pilger fand Unterschlupf im Camp der Bergsteiger, welche die Erschiessung der Pilger filmten.

Hintergrund der Kundgebung, zu der sich die Tibeter am frühen Donnerstagabend am Zürcher Tessinerplatz versammelten, sind Medienberichte über einen brutalen Umgang chinesischer Einheiten mit tibetischen Flüchtlingen. Die Bilder wurden auf mehreren TV- Sendern, unter anderem auch im Schweizer Fernsehen gezeigt.

Demnach schoss chinesisches Militär am 30. September beim Nangpa- ass im Himalaya auf eine Gruppe von rund 70 tibetanischen Flüchtlingen, die nach Nepal unterwegs waren. Laut dem Verein Tibeter Jugend in der Schweiz sei ohne sichtbaren Grund mindestens eine 17-jährige tibetische Nonne erschossen worden.

Eine weitere Person könnte getötet worden sein, wurde vermutet. 43 Tibetern sei die Flucht gelungen, rund 30 seien festgenommen worden.

Einer der flüchtenden Pilger fand Unterschlupf im Camp der rumänischen Bergsteiger. Der Flüchtling wurde im Zelt-WC versteckt und mit Essen und Kleidern versorgt. Das Team ging mit dieser Aktion ein erhebliches Risiko ein, da sich die chinesischen Grenzposten nur wenige hundert Meter vom Camp entfernt aufhielten. Was mit dem Mann anschliessend geschah, ist unklar.

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