Oberramsern SO - Pilot (49) und Experte (57) stürzten bei Lärmmessung ab
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Oberramsern SOPilot (49) und Experte (57) stürzten bei Lärmmessung ab

Ein Eigenbau-Kleinflugzeug ist am Samstag in Oberramsern SO bei einer Lärmmessung abgestürzt. Der Pilot und der Experte der Schallmessgruppe sind beim Aufprall verstorben.

von
Céline Krapf
Nathan Keusch
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Ein Kleinflugzeug ist am Samstagnachmittag um halb drei bei Oberramsern abgestürzt.

Ein Kleinflugzeug ist am Samstagnachmittag um halb drei bei Oberramsern abgestürzt.

BRK
Das Flugzeug startete vom Flughafen Grenchen aus. 

Das Flugzeug startete vom Flughafen Grenchen aus.

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Beide Insassen kamen beim Absturz ums Leben. 

Beide Insassen kamen beim Absturz ums Leben.

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Darum gehts

  • Ein motorisiertes Eigenbau-Kleinflugzeug ist am Samstagnachmittag in Oberramsern SO abgestürzt. Der Unfall geschah bei einer Lärmmessung.

  • Die zwei Männer an Bord kamen beim Unfall ums Leben.

  • Die Unfallursache ist noch ungeklärt, die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht den Fall.

Bei einem Lärmmessflug kamen am Samstagnachmittag in Oberramsern SO zwei Männer ums Leben: Bei einem Verstorbenen handelt es sich um einen der Erbauer des Flugzeuges. Der 49-Jährige war mit einem motorisierten Kleinflugzeug in Grenchen gestartet. Mit an Bord sei ein Experte (57) der Schallmessgruppe des Vereins Experimental Aviation of Switzerland (EAS) gewesen, sagt Vereinspräsident Werner Maag.

Bisher sei es bei einer Lärmmessung noch nie zu einem Zwischenfall gekommen. Diese wird seit 20 Jahren regelmässig durch den Verband EAS durchgeführt: «Es handelt sich um einen Routinetest, den jedes Flugzeug machen muss, um zugelassen zu werden», sagt EAS-Präsident Werner Maag. Beim Test soll das Starten der Maschine simuliert werden, bei dem das Flugzeug am lautesten ist. Der Test beginne auf einer Flughöhe von 200 bis 300 Metern über dem Boden, erklärt Maag. «Rund zweieinhalb Kilometer vor dem Mikrofon gibt der Pilot vollen Schub und leitet eine steile Steigung ein.» Das Mikrofon werde dann bei maximaler Flughöhe überflogen. Das Ganze werde sechs Mal wiederholt um einen Mittelwert festzustellen. «Die Übung dauert rund 30 Minuten und ist für einen erfahrenen Piloten nicht besonders anspruchsvoll.» Damit der Pilot nicht schummeln könne, sei jeweils ein unabhängiger Beobachter im Cockpit dabei.

Prämiertes Eigenbau-Flugzeug

Beim Flugzeug handelte es sich um einen Eigenbau. Dieses wurde letztes Jahr an einem Event des Vereins EAS gar als «elegantestes» und «bestes Kit-Flugzeug» prämiert. Und bereits vor dem Erstflug wurde der Flieger im Fachmagazin Aero-Revue als «Innovationsträger» bezeichnet. Der verstorbene Pilot und ein Kollege hatten viel Aufwand in den Eigenbau investiert, schreibt Aero-Revue. Das Flugzeug habe dadurch eine «beachtliche Flugleistung» erlangt. Das Fachwissen zum Flugzeugbau hatten die zwei Männer aus ihrem Beruf, wie das Magazin schreibt. Der Elektroingenieur gab gar Kurse für den Verein und publizierte mehrere wissenschaftliche Arbeiten in seinem Fachbereich.

Bislang ist unklar, weshalb das Flugzeug abgestürzt ist. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht dies nun. Für EAS-Präsidenten Maag sieht der Absturz nach einem Kontrollverlust des Piloten aus. «Wie es zum Unfall kam und weshalb der Pilot die Kontrolle über die Maschine verloren hat, wissen wir noch nicht.»

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