Flugzeug-Absturz: Pilot der F/A-18 testete schon den Gripen
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Flugzeug-AbsturzPilot der F/A-18 testete schon den Gripen

M. H. testete den Gripen und engagierte sich mit Bundesrat Maurer für die neuen Kampfjets. Dem verletzten Piloten soll es den Umständen entsprechend gut gehen.

von
dia
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Beim Piloten handelt es sich um den 38-jährigen M.H., hier bei einer Medienkonferenz mit Bundesrat Ueli Maurer.

Beim Piloten handelt es sich um den 38-jährigen M.H., hier bei einer Medienkonferenz mit Bundesrat Ueli Maurer.

In Frankreich ist am 14. Oktober 2015 ein Flugzeug der Schweizer Armee abgestürzt.

In Frankreich ist am 14. Oktober 2015 ein Flugzeug der Schweizer Armee abgestürzt.

Ludovic Laude/L'Est Républicain
Die Unfallstelle in Glamondans.

Die Unfallstelle in Glamondans.

Twitter / JC Galeazzi

Im letzten Moment konnte der Pilot beim Absturz der F/A-18 in Glamondans den Schleudersitz betätigen. Er überlebte das Unglück, musste aber mit Verletzungen ins Spital gebracht werden. Wie der «Blick» schreibt, handelt es sich beim Piloten um den 38-jährigen M. H.* Dem Solothurner gehe es den Umständen entsprechend gut, heisst es im Bericht.

H. sei ein äusserst erfahrener Pilot und habe Testflüge mit dem Gripen absolviert. «Er hat 3500 Flugstunden geleistet. Allein auf der F/A-18 sind es 1100», bestätigt Armeesprecher Daniel Reist dem «Blick». H. habe sich an der Seite von Verteidigungsminister Ueli Maurer sehr für den Gripen eingesetzt. So sei er zusammen mit dem SVP-Bundesrat vor den Medien aufgetreten oder habe Vorträge gehalten, heisst es im Artikel.

Mittlerweile konnte der Pilot in die Schweiz zurückkehren. Er befinde sich in einem Zustand, der eine Repatriierung erlaube, sagte VBS-Sprecher Daniel Reist am Donnerstag der Nachrichtenagentur sda.

Luftwaffe trainiert wieder

Derweil hat die Luftwaffe ihre Übungsflüge wieder aufgenommen. Nach dem Unfall vom Mittwochmorgen waren die Flüge vorübergehend eingestellt worden. «Die ersten Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass es keinen systemischen Fehler gibt, der die Überprüfung der ganzen Flotte nötig machen würde», sagte Reist zum «Tagesanzeiger».

Zu Absturz war es am Mittwochmorgen gegen 11.30 Uhr im Rahmen eines Trainings über der Region Besançon gekommen, einem gemeinsamen Trainingsraum der Schweiz und Frankreichs. An der Übung waren zwei Tiger-Kampfjets sowie der F/A-18 beteiligt. Die Flugzeuge seien von französischen Offizieren geleitet worden. Das Kampfflugzeug zerschellte in der Nähe des Dorfes Glamondans. Es handelt sich um den dritten Unfall eines F/A-18-Kampfflugzeugs der Schweizer Armee seit 1998.

*Name der Redaktion bekannt (dia/sda)

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