Aktualisiert 13.08.2013 11:02

Ryanair

Piloten kritisieren fehlende Sicherheit

Sind die Flieger der Billigfluggesellschaft Ryanair nicht sicher genug? Zumindest ein Grossteil der Piloten bemängelt die Sicherheit der Flugzeuge und fordert eine Überprüfung.

von
dno
Bei dieser Nachricht dürfte auch Ryanair-CEO Michael O'Leary das Lachen vergehen. Seine Piloten kritisieren die Sicherheitskultur.

Bei dieser Nachricht dürfte auch Ryanair-CEO Michael O'Leary das Lachen vergehen. Seine Piloten kritisieren die Sicherheitskultur.

Diese Nachricht ist nicht wirklich beruhigend: Ryanair-Piloten sorgen sich um die Sicherheit bei ihrer Airline. Eine Mehrheit der Piloten bei Europas grösstem Billigflieger Ryanair hält die Überprüfung der Sicherheit der Flugzeuge nicht für ausreichend.

Die Pilotenvertretung RPG teilte nach einer Befragung von 1000 Mitarbeitern mit, dass 94 Prozent der Beschäftigten eine Untersuchung durch die Flugaufsicht forderten.

89 Prozent der Befragten seien zudem der Meinung, dass die irische Fluggesellschaft keine offene und transparente Sicherheitskultur habe. Ryanair erkennt die Pilotenvertretung nicht an und wies die Ergebnisse der Befragung zurück. Seit Beginn des Betriebs vor 29 Jahren hat es nach Angaben der Airline keinen einzigen Todesfall gegeben.

Schlechteste Arbeitsverträge

Laut der Pilotenvertretung sind drei Viertel der Ryanair-Piloten über Agenturen beschäftigt. Nach Angaben der irischen Piloten-Gewerkschaft zählten die Arbeitsverträge mit Agenturen zu den schlechtesten in der Branche.

Dies könnte dazu führen, dass die Piloten davor zurückschreckten, Sicherheitsbedenken offen anzusprechen. Die Flugaufsicht IAA teilte mit, Ryanair erfülle alle europäischen und internationalen Sicherheitsanforderungen.

Im vergangenen Jahr hatten gleich drei Ryanair-Flugzeuge wegen Treibstoffmangels den Notruf Mayday ausgegeben. Die Behörde leitete daraufhin eine Untersuchung ein, um zu prüfen, ob Ryanair die Notlandungen durch mangelhafte Spritversorgung selbst provoziert hatte. Der IAA zufolge hatte die Fluggesellschaft aber keine Schuld. (dno/sda)

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