Aktualisiert 24.05.2019 08:20

Wiederzulassung der 737 MaxPiloten sind «zutiefst beunruhigt»

US-Fluggesellschaften wollen die Boeing-Maschinen ab August wieder einsetzen. Europäische Piloten warnen davor.

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Boeing schraubt die Produktion der 737 Max herunter. (5. April 2019)

Boeing schraubt die Produktion der 737 Max herunter. (5. April 2019)

AP/ted S. Warren
Es sei eine vorübergehende Massnahme, sagte Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg. (Archivbild)

Es sei eine vorübergehende Massnahme, sagte Boeing-Konzernchef Dennis Muilenburg. (Archivbild)

Keystone/AP/Tim Vizer
Zuvor hatte das Unternehmen damit begonnen, bei den Maschinen Software-Updates zu installieren. «Wir nehmen uns die Zeit, es richtig zu machen», so Muilenburg: Eine Boeing 737 Max 8 wird zusammengebaut. (Archivbild)

Zuvor hatte das Unternehmen damit begonnen, bei den Maschinen Software-Updates zu installieren. «Wir nehmen uns die Zeit, es richtig zu machen», so Muilenburg: Eine Boeing 737 Max 8 wird zusammengebaut. (Archivbild)

Keystone/AP/Ted S. Warren

Europäische Piloten haben sich «zutiefst beunruhigt» über eine Wiederzulassung der Unglücksmaschine Boeing 737 MAX gezeigt. Der Skandal um die 737-MAX-Maschinen habe das Vertrauen in die gesamte US-Flugsicherheit erschüttert, teilte der europäische Pilotenverband ECA am Donnerstag mit.

Nach zwei Abstürzen – in Indonesien im Oktober und in Äthiopien im März – war ein weltweites Flugverbot für 737-MAX-Maschinen verhängt worden. Bei den beiden Unglücken waren insgesamt fast 350 Menschen ums Leben gekommen.

Bevor die 737 MAX den Flugbetrieb wieder aufnehmen können, muss die US-Luftfahrtbehörde FAA einer Wiederzulassung zustimmen. Die US-Fluggesellschaften American Airlines und Southwest haben die Maschinen ab August schon wieder eingeplant.

38'000 Piloten aus 36 Ländern

Für europäische Piloten sei es «zutiefst beunruhigend», dass sowohl die FAA als auch Boeing eine Wiederzulassung in Betracht zögen, ohne die vielen Fragen zu erörtern, die das MAX-Modell aufwerfe, teilte die ECA mit, die mehr als 38'000 Piloten aus 36 Ländern vertritt.

Vertreter von Aufsichtsbehörden weltweit berieten am Donnerstag in Texas darüber, wann und wie die Boeing-Maschinen wieder fliegen dürfen.

Boeing hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Unternehmen habe das Softwareupdate für den Flugzeugtyp abgeschlossen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verlangte am Mittwoch weitere Informationen zur neuen Software.

Das speziell für die Boeing 737 MAX entwickelte Stabilisierungssystem MCAS (Maneuvering Characteristics Augmentation System) steht im Verdacht, bei den beiden Abstürzen eine verheerende Rolle gespielt zu haben. Es drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern. (afp)

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