Homophobe Keule: Pink Cross legt sich mit «bekehrtem» Schwulen an
Aktualisiert

Homophobe KeulePink Cross legt sich mit «bekehrtem» Schwulen an

Pink Cross ärgert sich, dass eine offizielle Stelle aus Zug einen «homophoben» Theologen zu einer Tagung einlädt.

von
Daniela Gigor
Rolf Rietmann steht in der Kritik von Pink Cross.

Rolf Rietmann steht in der Kritik von Pink Cross.

Die Zuger Fachstelle Punkto hat sich das Wohl der Kinder und Jugendlichen zum Ziel gesetzt. Sie organisiert Ende Oktober eine Fachtagung zum Thema: «Gezeigte Sexualität – alles Porno?» Auch der frühere Schwule und heutige Familienvater Rolf Rietmann ist in seiner Funktion als Theologe eingeladen – sehr zum Ärger der Schwulen-Organisation Pink Cross. «Diese Fachstelle lädt einen Mann ein, der die Lage vieler Jugendlicher verschlechtert», sagt Geschäftsführerin Alicia Parel. Pink Cross bezeichnet Rietmann als «homophoben Theologen», der die «Umpolung von Schwulen» anbiete. Er habe nichts an der wissenschaftlichen Fachtagung einer staatlich finanzierten Stelle zu suchen.

Rietmann nicht überrascht

Dies sieht Heinz Spichtig, Geschäftsführer der Fachstelle Punkto, anders: «Es geht nicht um Glauben oder Homophobie. Rietmann wird Fragen der Teilnehmer aus seinem Arbeitsalltag mit Sex- und Pornosüchtigen beantworten.» Spichtig hält an der Einladung fest.

Rietmann zeigte sich über die Vorwürfe von Pink Cross nicht überrascht: «Sie versuchen schon lange, mich mit falschen Behauptungen zu diskreditieren.» Er gehe davon aus, dass die Schwulen-Organisation ihn als Person unter Druck setzen wolle. Grund: «Ich wehre mich dagegen, dass die Schwulen-Bewegung vieles beschönigt.» Warum Pink Cross aber die «homophobe Keule» schwinge und dies mit dem Thema Pornografie vermische, sei ihm rätselhaft.

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