Aktualisiert 04.05.2020 12:03

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Pinker Käse wird auch in der Schweiz immer beliebter

Die Swiss Cheese Factory aus Ganterschwil SG hat für einen asiatischen Händler einen pinken Käse produziert. Nun findet die «Pink Queen» auch in der Schweiz immer mehr Anhänger und Kinder lieben den Käse sogar.

von
Gamze Ibis

Darum gehts

  • Die Swiss Cheese Factory stellt einen pinken Käse her.
  • Dieser heisst «Pink Queen».
  • Ursprünglich wurde der Käse für einen Händler aus Hongkong lanciert.
  • Nun findet er immer mehr Anklang in der Schweiz.

«Es geht regelmässig eine Lieferung nach Hongkong», sagt der 34-jährige Urs Stadelmann zum «Toggenburger Tagblatt». Er und Bruder Jürg sind die Geschäftsführer der Swiss Cheese Factory aus Ganterschwil SG. Ende 2018 hat die Firma auf Anfrage eines Händlers aus Hongkong den pinken Käse «Pink Queen» hergestellt. Mit einem natürlichen Zusatzstoff fand die Familie Stadelmann nach sieben Monaten einen Weg, einen ihrer Hauskäse pink zu färben, ohne dessen Geschmack zu verändern. Das Rezept bleibt geheim.

Nach rund eineinhalb Jahren ziehen die Geschäftsführer eine positive Bilanz. Die «Pink Queen» habe mittlerweile auch in der Schweiz und dem grenznahem Ausland Fuss fassen können. «Der pinke Käse wird in der Schweiz immer beliebter. Wir sind sogar mit einem grösseren Vetriebspartner in Verhandlung», sagt Urs Stadelmann. Bisher sei die «Pink Queen» in verschiedenen Käsetheken sowie auch im Online-Shop der Swiss Cheese Factory und im Café «Chäs Hüsli» vor der Käserei erhältlich.

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Ein solcher Käse hat den Namen «Pink Queen» verdient.

Ein solcher Käse hat den Namen «Pink Queen» verdient.

Jürg Stadelmann
Rund sieben Monate dauerte die Entwicklungsphase, bis man mit dem Käse zufrieden war.

Rund sieben Monate dauerte die Entwicklungsphase, bis man mit dem Käse zufrieden war.

Swiss Cheese Factory
Eines ist sicher: Der Käse fällt auf.

Eines ist sicher: Der Käse fällt auf.

Jürg Stadelmann

Kinder mögen den pinken Käse besonders

Beliebt sei der Käse vor allem bei Kindern. «Der Käse ist einfach verspielter. Durch die Farbe assoziieren ihn die Kinder wahrscheinlich nicht direkt mit einem typischen Käse», so Stadelmann zu 20 Minuten. Bei traditionellen Käseliebhabern stosse der Käse aufgrund der Farbe teils auf Vorbehalte. «Einige finden es super und andere finden, man könne den traditionellen Käse nicht verändern», so der 34-Jährige. Die Nachfrage steige vor allem in der Gastronomie, da die pinke Farbe einen visuellen, dekorativen Akzent auf dem Teller setze.

Bei der «Pink Queen» handle es sich um den hausgemachten Sennengold-Käse. Dieser bestehe nur aus natürlichen Käse-Zutaten. Da die Eigenkreation auf Anklang stiess, haben die Stadelmanns nun nebst eines milden pinken Käses auch einen etwas würzigeren produziert.

Zurück zum Regionalen

Auch die Swiss Cheese Factory spüre die Auswirkungen der Coronakrise. Sie habe in den letzten Wochen einen wichtigen Marktfahrer verloren und darüber hinaus viele Anlässe stornieren müssen. Dafür sei der Trend im Detailhandel erfreulich. Jürg Stadelmann: «Die Bevölkerung bevorzugt wieder regionale Produkte. Die derzeitige Krise kann auch eine Chance sein. Man kann auf den Boden schauen und warten bis es vorbei ist oder den Kopf heben und Gas geben.»

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45 Kommentare

Odermatt Ueli Niederbüren

06.05.2020, 16:36

Den Herren Stadelmann herzliche Gratulation zu ihrer Innovation. Gut gemacht!

Martial2

06.05.2020, 09:57

Bei Gastronome und Gourmets hat diese Spinnerei keine Chance. Geht nicht‘s über einen lang gereiften würziger Käse. Es lebe Emmentaler und Gruyère, dazu noch die französischen Spezialitäten!

lebensmittel

05.05.2020, 22:19

idee kommt aus holland. gouda farbig..schwarz grün orange etc. ich schätze naturhandwerk ..und keine lebensmittelindustrie