Pinochet verkauft aus Geldnot seine Orden
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Pinochet verkauft aus Geldnot seine Orden

Der frühere chilenische Militärmachthaber Augusto Pinochet hat einem Bericht zufolge aus Geldnot einige seiner Orden und Ehrenmedaillen verkauft.

Mit den Einnahmen habe der 90-Jährige offene Privatrechnungen bezahlt, berichtete die Tageszeitung «El Mercurio» am Montag. Pinochet stecke seit der gerichtlichen Einfrierung seiner Konten in Finanznöten. Unter anderem habe er die Stromrechnung für eines seiner Häuser seit Monaten nicht bezahlt.

Bei den Käufern der Orden handelte es sich laut «Mercurio» um wohlhabende Geschäftsleute und Anhänger Pinochets. Ein Sprecher des Exdiktators äusserte Zweifel an der Richtigkeit des Berichts. Pinochet erhält eine staatliche Rente in Höhe von etwa 2,7 Millionen chilenischen Pesos (3.900 Euro).

Gegen den Exgeneral laufen Ermittlungen unter anderem wegen Steuerhinterziehungen. Ein Gericht ordnete für die Dauer der Untersuchung die Einfrierung von Pinochets ausländischen Konten an, auf denen mehrere Millionen Dollar lagern. Neben der Steuerklage läuft gegen Pinochet auch ein Verfahren wegen Menschenrechtsverletzungen während seiner Herrschaft 1973 bis 1990. (dapd)

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