Gewalt und Dreck: Pinto solls richten
Aktualisiert

Gewalt und DreckPinto solls richten

Im Kampf gegen Littering, Lärm und käufliche Liebe in der Unteren Altstadt reagiert die Stadt: Sie schickt Pinto auf Patrouille durch die Lauben.

von
Nora Camenisch

Viele Bewohner der Unteren Altstadt sind verängstigt und empört: Immer wieder kommt es zu Übergriffen, Nachtruhestörungen und Drogendeals. Eine Umfrage unter Anwohnern zeigte, dass drei Viertel über einen Wegzug nachdenken.

Jetzt will sich die Stadt selbst ein Bild von den Zuständen machen und schickt den Präventions- und Interventionstrupp Pinto auf Streife durch die Gassen. Sie sollen Gewerbler und Bewohner nach ihrem Befinden fragen. «Wir wollen noch stärker direkter Ansprechpartner der Bevölkerung werden und sicherstellen, dass wir da sind, bevor etwas passiert», so Pinto-Leiter Silvio Flückiger. «Die Resultate der Befragungen werden analysiert und fliessen direkt in die Einsatzplanung ein.» Auch ­Sicherheitsdirektor Reto Nause stellt klar: «Wir nehmen die Anliegen der Bewohner ernst.»

Bei den Vereinigten Altstadtleisten ist man froh über den Einsatz. «Pinto schafft Erleichterung, auch weil man sich nicht immer gleich an die Polizei wenden muss», sagt Vorstandsmitglied Edi Franz. Eine Forderung bleibt aber: «Es gibt noch Handlungs­bedarf nach Mitternacht, weil die Pinto-Leute nur bis 23 Uhr arbeiten.»

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