Houston: Pipispenden für die NASA
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HoustonPipispenden für die NASA

Um die Weltraumtoilette der kommenden Raumfährengeneration auszutesten, benötigen die NASA-Ingenieure 30 Liter Urin pro Tag. Darum müssen die Mitarbeiter nun alle in Becher urinieren.

Die Weisung bekamen die NASA-Mitarbeiter in einem internen Rundschreiben, das im Internet aufgetaucht ist. Aber nicht nur die Mitarbeiter, auch die Besucher des «Johnson Space Centers» sollen gnadenlos zum Pinkeln in Becher verdonnert werden. Das Schreiben verrät auch, wie man Vorgehen muss beim Pinkeln, ob zu Hause oder bei der Arbeit.

Die Urin-Sammelaktion dauert vom 21. Juli bis Monatsende. Der Urin, mindestens 30 Liter pro Tag, wird für wichtige Tests an den Sanitäranlagen der neuen Raumfährengeneration «Orion» gebraucht. Wie bereits das ISS-Klo soll wohl auch die Toilette in den Orion-Raumfähren Urin in Trinkwasser umwandeln können.

Dass ohne Toiletten im All gar nichts geht, zeigte sich zuletzt ja beim Ausfall des «teuersten Klos im Universum» auf der ISS. Der Betrieb in der Weltraumstation war über Wochen gefährdet, weil die Spülung kaputt gegangen war. (siehe Story)

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