Attacke vor Nigeria: Piraten entführen Crew von deutschem Frachter
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Attacke vor NigeriaPiraten entführen Crew von deutschem Frachter

Sechs Seeleute, die auf einem deutschen Containerschiff arbeiten, sind vor Nigeria von Piraten entführt worden. Angaben über Lösegeldforderungen gibt es bisher nicht.

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nk
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Kurz vor der Einfahrt in den Hafen von Onne wurde der Frachter überfallen.

Kurz vor der Einfahrt in den Hafen von Onne wurde der Frachter überfallen.

Screenshot Google Maps
Piraten haben sechs Besatzungsmitglieder des deutschen Containerschiffs entführt. Welcher Nationalität die verschleppten Seeleute sind, wollte die Reederei nicht sagen. (Bild: Französische Spezialeinheiten bei eine Anti-Piraten Einsatz im Golf von Aden.)

Piraten haben sechs Besatzungsmitglieder des deutschen Containerschiffs entführt. Welcher Nationalität die verschleppten Seeleute sind, wollte die Reederei nicht sagen. (Bild: Französische Spezialeinheiten bei eine Anti-Piraten Einsatz im Golf von Aden.)

epa/dai Kurokawa
Das International Maritime Bureau (IMB), das Kriminalität auf See erfasst, hatte Mitte Oktober für dieses Jahr bereits 121 Zwischenfälle in internationalen Gewässern gemeldet. Im März 2017 etwa wurde erstmals seit 2012 ein Ölfrachter entführt. Auf der Aris 13 arbeitet eine achtköpfige Mannschaft.

Das International Maritime Bureau (IMB), das Kriminalität auf See erfasst, hatte Mitte Oktober für dieses Jahr bereits 121 Zwischenfälle in internationalen Gewässern gemeldet. Im März 2017 etwa wurde erstmals seit 2012 ein Ölfrachter entführt. Auf der Aris 13 arbeitet eine achtköpfige Mannschaft.

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Piraten haben vor der Küste Nigerias sechs Besatzungsmitglieder eines deutschen Containerschiffs entführt. Das in Liberia registrierte Schiff Demeter von einer Hamburger Reederei sei am Samstagmorgen um 6 Uhr (Ortszeit) kurz vor dem Hafen von Onne von acht Piraten in einem Schnellboot angegriffen worden, teilte die internationale Agentur Sea Guardian am Montag mit. Unter den Entführten war demnach auch der Kapitän.

Welcher Nationalität die verschleppten Seeleute sind, wollte die Reederei aus Sicherheitsgründen nicht sagen. Nach Angaben der Rotterdamer Agentur MTI Network befanden sich keine Deutschen auf dem Schiff, die verbliebenen zwölf Seeleute sind wohlauf.

«Crew so schnell wie möglich befreien»

Das Schiff sei inzwischen wieder in sicherem Gewässer. «Wir werden sehr eng mit den lokalen Behörden und professionellen Beratern kooperieren, um die Crew so schnell wie möglich zu befreien», schreibt die Reederei auf Anfrage. Die Familien der Entführten würden auf dem Laufenden gehalten. Weitere Angaben zu einer eventuellen Lösegeldforderung oder einem Kontakt zu den Piraten gibt es nicht.

Schon 121 Zwischenfälle in diesem Jahr

Das International Maritime Bureau (IMB), das Kriminalität auf See erfasst, hatte vergangene Woche für dieses Jahr bereits 121 Zwischenfälle in internationalen Gewässern gemeldet, darunter Schüsse sowie Entführungen oder versuchte Entführungen von Schiffen oder deren Insassen. Als besonders gefährlich bezeichnete das IMB den Golf von Guinea, wo jetzt auch der Piratenangriff gemeldet wurde. (nk/afp)

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