Berlin: Piraten-Politiker soll vor Suizid Mann getötet haben
Aktualisiert

BerlinPiraten-Politiker soll vor Suizid Mann getötet haben

In der Wohnung des verstorbenen Berliner Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner ist ein zweiter Leichnam gefunden worden. Gemäss Polizeibericht wurde der junge Mann mit «stumpfer Gewalt» getötet.

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Rätsel um zweiten Leichnam: Gerwald Claus-Brunner hat sich in seiner Wohnung in Berlin-Steglitz das Leben genommen (22. November 2011).

Rätsel um zweiten Leichnam: Gerwald Claus-Brunner hat sich in seiner Wohnung in Berlin-Steglitz das Leben genommen (22. November 2011).

Keystone/SEBASTIAN KAHNERT
Wahlplakat in der Strasse vor Claus-Brunners Wohnung (20. September 2016).

Wahlplakat in der Strasse vor Claus-Brunners Wohnung (20. September 2016).

Keystone/BERND VON JUTRCZENKA
Polizeibeamte vor der Wohnung, in der die zwei tote Männer entdeckt wurden.

Polizeibeamte vor der Wohnung, in der die zwei tote Männer entdeckt wurden.

Keystone/BERND VON JUTRCZENKA

Ein Abschiedsbrief des 44-jährigen Piraten-Politikers Gerwald Claus-Brunner hatte am Montagmittag zur Öffnung dessen Wohnung in Berlin-Steglitz durch die Polizei geführt. Dort entdeckten die Beamten die Leichen zweier Männer. Ihnen habe sich ein «schauriges Bild» geboten, schreibt die Polizei in der Mitteilung.

Weil die Situation auf ein Tötungsdelikt schliessen liess, ermittelte daraufhin die Mordkommission. Nun liegen erste Ergebnisse vor: «Die heutigen durchgeführten Obduktionen ergaben, dass der 44-jährige Wohnungsmieter sich selbst das Leben genommen hatte. Bei dem anderen Toten, einem jüngeren Mann, bei dem die Identität noch nicht abschliessend geklärt, ist stellte man bei der Autopsie fest, dass er einige Tage zuvor durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper getötet wurde», steht weiter in der Pressemitteilung.

Missbraucht und dann getötet?

Bei dem zweiten Toten handle es sich um einen Mann mit Jahrgang 1987, bezieht sich der «Spiegel» auf die Staatsanwaltschaft.

Claus-Brunner habe diesen erst missbraucht und dann getötet, bevor er sich selbst durch einen Stromschlag das Leben nahm, schreiben die «Bild» und der «Tagesspiegel» unter Berufung auf Polizeikreise. Demnach ist es schon vor mehreren Tagen zu der Tat gekommen.

Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Berlin dauern weiter an.Claus-Brunner war den Berliner Piraten 2009 beigetreten. Am Montag teilten diese den Tod ihres Mitglieds auf Twitter mit:

(20 Minuten)

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (www.143.ch); Online-Beratung für Jugendliche mit Suizidgedanken: www.u25-schweiz.ch

Kirchen (www.seelsorge.net)

Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (www.nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (www.verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (www.verein-regenbogen.ch).

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