«Alarmierend»: Piraten-Übergriffe vor Somalia nehmen zu
Aktualisiert

«Alarmierend»Piraten-Übergriffe vor Somalia nehmen zu

Trotz verstärkter Militärpräsenz der internationalen Gemeinschaft haben Piraten-Übergriffe vor der Küste Somalias zugenommen.

Anzahl der Piratenübergriffe ist «alarmierend».

Anzahl der Piratenübergriffe ist «alarmierend».

Im vergangenen Jahr wurden weltweit insgesamt 406 Schiffe überfallen, das seien 100 mehr als im vergangenen Jahr, sagte ein UNO-Sprecher.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte die Zahlen bei einer Rede vor der Generalversammlung am Freitag «alarmierend». Zu Wasser könne man das Problem nicht in den Griff bekommen, potenzielle Piraten müssten auch zu Lande bekämpft werden, mahnte der UNO-Chef.

«Wir können das Risiko reduzieren, aber nicht ausmerzen», betonte Admiral Peter Hudson, Chef der EUNAFOR - Operation Atlanta, der Marineoperation der Europäischen Union vor Somalia.

In den vergangenen Monaten habe EUNAFOR 72 Schiffe mit insgesamt 35'000 Tonnen Nahrung der Welternährungsorganisation (WFP) sicher in die Häfen von Somalia geleitet. Im Golf von Aden zumindest seien die Angriffe zurückgegangen.

Unterdessen liessen somalische Piraten einen vor viereinhalb Monaten gekaperten britischen Chemietanker nach Zahlung eines Lösegelds wieder frei. Ein Sprecher der Operation Atalanta berichtete, das Lösegeld für die «MS St. James Park» sei in Hafenstadt Garacaad an der somalischen Küste übergeben worden.

Das am 28. Dezember gekaperte Schiff mit 26 Mann Besatzung vor allem aus der Ukraine, Polen und Russland sei unterwegs in sichere Gewässer. Über die Höhe des Lösegelds gab es keine Angaben.

Diese Woche haben somalische Piraten innerhalb von 24 Stunden gleich zwei Schiffe in ihre Gewalt gebracht - einen schrottreifen bulgarischen Frachter und ein griechisches Containerschiff.

(sda)

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