Pisa-Studie: Schweizer sind in Mathematik top
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Pisa-Studie: Schweizer sind in Mathematik top

Die Erwachsenen in der Schweiz sind sehr gut im Rechnen, gut beim Problemlösen und mittelmässig beim Lesen. Die Männer schnitten durchwegs besser ab als die Frauen.

Beim Textverständnis sind Norwegen, Kanada und Bermuda besser als die Schweiz. Die Eidgenossen belegen aber den Spitzenplatz in der Alltagsmathematik, und im Problemlösen waren nur die Norweger besser. Die USA liegt in allen vier Tests knapp hinter der Schweiz. Die Leistungen der Italiener sind am schlechtesten.

Mit der männlichen Überlegenheit in der Schweiz in allen getesteten Gebieten stehen die Erwachsenen im krassen Gegensatz zu den meisten anderen Ländern und auch zum Befund der Pisa-Studie. Hier waren bei den 15-Jährigen die Mädchen den Knaben deutlich voraus.

«Das sind Nachwirkungen der letzten 50 Jahre schweizerischen Bildungssystems, bei dem Frauen weitgehend diskriminiert wurden», erklärt Philipp Notter, Mitautor der Studie, das schlechte Abschneiden der Schweizer Frauen. «Alarmierend», kommentiert Arbeitgeberdirektor Peter Hasler die durchschnittliche Leistung der Schweiz. Sie müsse wieder an die Spitze kommen, so Hasler. Und der Gewerkschaftsbund fordert: «Fördern statt Sparen.»

(SDA/AP/nm)

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