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Tod von Reeva SteenkampPistorius muss in die Psychotherapie

Oscar Pistorius muss weiter darauf warten, ob seine Haftstrafe in einen Hausarrest umgewandelt wird. Zuerst muss er sich aber in Therapie begeben.

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Am 6. Oktober 2015 ordnete die Berufungskommission an, dass Oscar Pistorius einer Psychotherapie unterziehen muss.

Am 6. Oktober 2015 ordnete die Berufungskommission an, dass Oscar Pistorius einer Psychotherapie unterziehen muss.

AFP/Daniel Born
Oscar Pistorius hat seinen 28. Geburtstag am 22. November 2014 im Gefängnis verbracht. Zum Feiern war ihm aber dennoch zumute: Seine Geschwister brachten Kuchen und Geschenke.

Oscar Pistorius hat seinen 28. Geburtstag am 22. November 2014 im Gefängnis verbracht. Zum Feiern war ihm aber dennoch zumute: Seine Geschwister brachten Kuchen und Geschenke.

Keystone/AP/Alon Skuy
Der Prozess geht weiter: Am 27. Oktober verkündet Staatsanwalt Gerrie Nel, dass er in Berufung geht.

Der Prozess geht weiter: Am 27. Oktober verkündet Staatsanwalt Gerrie Nel, dass er in Berufung geht.

AFP/Werner Beukes

Der wegen der Tötung seiner Freundin verurteilte südafrikanische Sprintstar Oscar Pistorius muss sich einer Psychotherapie unterziehen. Dies ordnete die Berufungskommission an, die über die vorzeitige Entlassung des 28-Jährigen in den Hausarrest entscheiden soll.

Pistorius müsse sich bewusst werden, welche Faktoren bei seiner Tat zu kriminellem Verhalten führten, teilte die Strafvollzugsbehörde am Dienstag mit. Die Therapie muss demnach auch fortgesetzt werden, sollte Pistorius in Hausarrest kommen.

Nächste Verhandlung im November

Wann die Entscheidung darüber fällt, ist unklar. Die Kommission hatte am Montag beschlossen, die Entscheidung an den ursprünglichen Bewährungsausschuss zurückzuverweisen. Damit wird immer wahrscheinlicher, dass Pistorius im November während der Berufungsverhandlung vor dem Obersten Gericht weiter im Gefängnis sitzt.

Der unterschenkelamputierte Sportler hatte Mitte Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen und war dafür im Oktober 2014 wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Hausarrest statt Gefängnis

Er beteuerte stets, hinter der Tür einen Einbrecher vermutet und in Panik geschossen zu haben. Während des Prozesses kam allerdings heraus, dass er schon vorher bei zwei Gelegenheiten leichtfertig mit einer geladenen Waffe umgegangen war. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, sie strebt ein Urteil wegen Mordes und damit eine höhere Haftstrafe an.

Anfang Juni beschlossen die Strafvollzugsbehörden, Pistorius' Gefängnisstrafe Mitte August wegen guter Führung in Hausarrest umzuwandeln, doch bezeichnete Justizminister Michael Masutha die Entscheidung als verfrüht, sein Ministerium setzte den Beschluss daraufhin aus und beauftragte die Kommission mit der Prüfung. (sda)

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