Prothesen-Rakete: Pistorius verpasst vorletzte Olympia-Chance
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Prothesen-RaketePistorius verpasst vorletzte Olympia-Chance

Der «schnellste Mann ohne Beine» hat sich über die 400 Meter nicht für die Olympischen Spiele in Peking qualifizieren können. Oscar Pistorius fehlte in Luzern aber nur wenig zum Erreichen der Limite. Eine letzte Chance bleibt ihm allerdings noch.

Der «Blade-Runner» Oscar Pistorius hat am Mittwochabend in Luzern die Teilnahme den Olympischen Spielen über die 400 Meter knapp verpasst. Der mit zwei Unterschenkelprothesen laufende Südafrikaner lief mit 46,25 zwar eine neue persönliche Bestzeit. Das reichte aber um drei Zehntel nicht für die Olympischen Spiele in Peking. Dafür hätte er unter 45,95 laufen müssen.

Eine letzte Chance bleibt Pistorius allerdings noch. Heute Donnerstag entscheidet das nationale olympische Komitee von Südafrika über die Besetzung der 4x400-Meter-Staffel der Männer. Pistorius gehört zum engsten Anwärterkreis, nachdem er die Bedingung des Verbandes in Luzern erfüllte und eine persönliche Bestleistung aufgestellt hat.

20 Minuten Online traf sich während der Vorbereitungen mit Pistorius. Alles über die spezielle Begegnung und ein Interview mit der Prothesen-Rakete lesen Sie hier.

Wie sich Oscar Pistorius als 400-Meter Sprinter qualifizieren kann:

1. Die A-Norm mit der Zeit von 45.55 Sekunden wird unterboten.

2. Die B-Norm mit der Zeit von 45.95 wird unterboten. Gleichzeitig muss die schnellste Zeit des Landes gelaufen werden. Um schnellster Mann Südafrikas zu sein, müsste Pistorius die Zeit von 45.84 unterbieten (Stand. 19. Juni 2008).

3. Es erfolgt eine Nomination für die Staffel durch den Verband. Danach müsste sich die Staffel qualifizieren, was für Südafrika kein Problem darstellen sollte.

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