Pitbull-Halter legt Berufung ein
Aktualisiert

Pitbull-Halter legt Berufung ein

Der tödliche Pitbull-Angriff auf einen Sechsjährigen im zürcherischen Oberglatt wird das Zürcher Obergericht beschäftigen. Der Pitbull-Halter ist mit seiner Strafe unzufrieden und hat Berufung eingelegt.

Der Pitbull-Halter, seine Ex-Freundin und der Wohnungsinhaber, die vom Bezirksgericht Dielsdorf verurteilt worden waren, haben Berufung eingelegt, wie Marc Gmünder, Medienbeauftragter des Gerichts, am Montag auf Anfrage der AP sagte. Auch die Frau, die am 1. Dezember 2005 erst von den Hunden bedroht worden war und dann aus kurzer Distanz beobachten musste, wie der sechsjährige Junge getötet wurde, ziehe den Fall weiter. Deren Anwalt will zudem den Kanton mit einer Staatshaftungsklage zur Verantwortung ziehen, weil die zuständigen Behörden im Vorfeld des tödlichen Angriffs nicht eingegriffen hatten. Keine Berufung eingelegt haben laut Gmünder die Staatsanwaltschaft und die Eltern des getöteten Knaben. Beide Parteien hätten jedoch noch die Möglichkeit auf eine Anschlussberufung. Das Bezirksgericht Dielsdorf hatte den Pitbull-Halter im vergangenen Dezember wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Dessen Ex-Freundin kassierte 14 Monate bedingt und der Wohnungsinhaber zwölf Monate bedingt. Die schriftliche Urteilsbegründung steht noch aus. (dapd)

Deine Meinung