Pitbull-Halter Morris C. will wieder Pitbulls züchten
Aktualisiert

Pitbull-Halter Morris C. will wieder Pitbulls züchten

Der wegen fahrlässiger Tötung in der Schweiz verurteilte italienische Kampfhunde-Besitzer ist nach Italien ausgeschafft worden. Dort will er wieder Pitbulls züchten.

Zudem will er sein «Haus renovieren und wieder anfangen, Autos zu flicken», wie der 43-Jährige in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» sagt.

Dass seine Hunde im Dezember 2005 einen sechsjährigen Jungen zu Tode bissen, bezeichnet er «als Verkettung unglücklicher Umstände». So habe im Rudel bei den Hunden der Jagdinstinkt überhand genommen. Zudem sei das Opfer weggerannt. «Das Dümmste, was man in einer solchen Situation machen kann.»

Im Dezember 2006 war der Pitbull-Halter vom Zürcher Bezirksgericht zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren (30 Monaten) verurteilt worden. Wegen guter Führung wurde er nach 20 Monaten entlassen. Der Fall ist beim Zürcher Obergericht hängig, weil der Verurteilte Berufung eingelegt hat.

In Haft gesetzt wurde der Italiener am 1. Dezember 2005. An diesem Tag griffen drei seiner sechs Kampfhunde einen sechsjährigen Knaben an und verletzten ihn tödlich. Der Italiener hatte seine Hunde in ein provisorisches Verliess auf der Terrasse einer Parterrewohnung in Oberglatt ZH gesperrt.

Die Tiere, die nach der Attacke eingeschläfert wurden, waren in Italien zehn Monate in einem Raum eingesperrt gewesen und nie spazieren geführt worden. Sie hatten auch kaum Kontakt zu Menschen.

Das tragische Ereignis sorgte für ein riesiges Medienecho in der Schweiz. Zudem löste es in den Kantonen eine Debatte über die Haltung von Kampfhunden aus.

(sda)

Deine Meinung