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ArgentinienPitbull tötet Kleinkind – acht Jahre Haft für Halter

Ein Kampfhund beisst einen Zweijährigen – und verletzt ihn tödlich. Ein argentinisches Gericht verurteilte den Besitzer zu einer hohen Gefängnisstrafe.

von
mlr

Das Gericht unterstellte dem Hundehalter Vorsatz.

Weil sein Pitbull ein zweijähriges Kind totbiss, muss ein Hundebesitzer in Argentinien für acht Jahre hinter Gitter. Das Gerichtsurteil gegen Horacio González erging am Montag in der Stadt La Plata. Er kann den Richterspruch anfechten.

Das Urteil fiel gemäss «Página12» vergleichweise hart aus, weil das Gericht dem Halter eine Absicht unterstellte. Der Vorwurf lautete Totschlag mit möglichem Vorsatz.

Hund an Auto gebunden

González züchtet laut Gerichtsakten Pitbulls. Ermittlungen hatten ergeben, dass Nachbarn in der Ortschaft Alejandro Korn ihn davor gewarnt hatten, dass seine Hunde gefährlich seien. Dennoch soll er einen der Pitbulls in der Nähe spielender Kinder an ein herrenloses Auto gebunden haben. Der Hund attackierte darauf einen zweijährigen Jungen und fügte ihm tödliche Bisswunden zu.

Der Angeklagte erklärte, er bereue den Vorfall und habe den Pitbull einschläfern lassen. Die Mutter des Kindes sagte nach dem Urteil, nun könne ihr Sohn endlich «in Frieden ruhen». (mlr/sda)

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