Aktualisiert

Wertvoll wie niePittis trifft und der ZSC siegt wieder

Welch eine Rückkehr: Seit Domenico Pittis wieder trifft, befinden sich die ZSC Lions auf Meisterkurs.

von
Marcel Allemann
Nicht 100 Prozent fit, aber mit Einsatz pur: Domenico Pittis (M.).

Nicht 100 Prozent fit, aber mit Einsatz pur: Domenico Pittis (M.).

Es war ein spektakulärer Abgang im zweiten Halbfinalspiel gegen Zug am 20. März. Nach einem Check von Esa Pirnes erzielte der Kanadier zwar noch ein Tor, verabschiedete sich danach aber mit einer Knieverletzung in die Kabine und ward für zwei Wochen nicht mehr gesehen. «Ich dachte, die Saison ist für mich gelaufen», sagt Pittis rückblickend. Das sei zwar ein Frust gewesen, «aber Verletzungen gehören nun einmal zum Geschäft. Wenn so etwas geschieht, muss man nach Lösungen suchen.»

Umstrittener Entscheid von Hartley

Und solche fand der Stürmer. Wie ein Phönix aus der Asche tauchte er am 1. April wieder im ZSC-Training auf – und stand zwei Tage später bei Finalspiel 1 auch wieder auf dem Eis. Die Präsenz der Leaderfigur war für das Team zwar wichtig, doch Pittis kam zunächst nicht auf Touren. Man begann zu zweifeln, ob es wirklich clever war von Trainer Bob Hartley, auf den angeschlagenen Kanadier zu setzen.

«Jeder weitere Tag kommt mir entgegen»

Es war clever. Denn Pittis wurde immer besser: In Spiel 5 erzielte er das so wichtige 1:0, in Spiel 6 bereitete er das 1:0 vor und erzielte das 4:2 selbst. «Jeder weitere Tag kommt mir entgegen», sagt Pittis und gesteht: «Ich bin zwar nicht bei 100 Prozent, doch inzwischen spielt das keine Rolle mehr – die anderen sind es auch nicht mehr.» So wertvoll wie aktuell war der 37-jährige Routinier wohl noch nie. Er ist zwar mit den Jahren nicht schneller geworden, aber er setzt seine Leidenschaft und Emotionen mit gezielten, aber (im Gegensatz zu früher) kontrollierten Nadelstichen gegen den Gegner ein. Leitwölfe wie Pittis – in einem Spiel 7 sind sie für jedes Team unbezahlbar.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.