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«Subverse»Pixel-Sex bringt Machern 1,5 Millionen Franken ein

Nackte Game-Heldinnen gibt es im Internet zuhauf. Für ein erotisches Science-Fiction-Spiel haben Gamer nun rekordverdächtig tief in die Tasche gegriffen.

von
jag

Willkommener Sex im Space: Das Science-Fiction-Game «Subverse» hat auf Kickstarter ein Mehrfaches des angestrebten Mindestbetrags erhalten. (Quelle: Studio FOW)

Wo Fantasy drinsteckt, treibt die Fantasie bisweilen erotische Blüten: Seit den Frühzeiten der Videogame-Geschichte haben sich (meist männliche und jugendliche) Gamer die Protagonistinnen aus Games gern auch nackt vorgestellt. Der Vorstellung folgten schnell Taten, mit sogenannten «Nude Patches» wurden die Damen (und bisweilen auch Herren) umgehend entkleidet, kaum hatten sie ihren Auftritt im regulären Spiel gehabt. Kurvige Heldinnen wie Lara Croft, Bayonetta und andere können ein Lied davon singen.

Dass Erotik auch ein natürlicher Teil eines Spiels für Erwachsene sein kann, zeigten später Studios wie Bioware und CD Project Red: In Games wie «Dragon Age», «Mass Effect» und «Witcher» sind nackte Haut und Sexszenen gang und gäbe – sie sollen hier die menschliche Realität unterstreichen. Die Fantasie der Gamer befriedigt dies indessen nur am Rande. Mit eigenen Mods reissen sie weiterhin den Helden und Heldinnen die Fetzen vom Leib – dies meist gratis und zum reinen Vergnügen. Dabei kann es auch schlüpfrig, sprich pornografisch zur Sache gehen.

Viel Geld für Hentai-Game

Offensichtlich sind Gamer aber auch bereit, für ein erotisches Spiel ziemlich tief in die Tasche zu greifen (und dies ist an dieser Stelle monetär gemeint). Das gilt zumindest für das erotische Science-Fiction-Game «Subverse», das vom Magazin «PC Gamer» auch schon als «Hentai Mass Effect 2» betitelt wurde. Hentai bezeichnet dabei die erotische Seite der Manga- und Animekultur. Für «Subverse» hat das auf Hentai-Produktionen spezialisierte Studio FOW via Crowdfunding schon über 1,5 Millionen Franken gesammelt – ein Mehrfaches des angestrebten Mindestbetrags.

Die Entwickler bezeichnen das Spiel als Mischung zwischen Rollenspiel und Shoot'em-Up (wobei Letzteres durchaus auch zweideutig verstanden werden darf). Wie in «Mass Effect» durchforschen Spieler im erotisch aufgeladenen Space-Trip das Universum. Ziel des Spiels: Den puritanischen und lustfeindlichen «Dickheads» mit leichtbekleideten Waifus (Gefährtinnen) im Stil von Black-Ops-Missionen den Garaus zu machen.

Physikalisch korrektes Wippen

Dass die Waifus regelmässig die Hüllen fallen lassen und handfest für orgiastische Astral-Erlebnisse sorgen, versteht sich von selbst. Es geht schliesslich um Kopulation und nicht um Kooperation. Da Studio FOW mit Porno-Animationen bereits Erfahrungen gesammelt hat, wird auch für das physikalisch korrekte Wippen aller Körperteile im All gesorgt sein.

Das Spiel soll nicht nur aus süffigem Sex, sondern auch aus anderen Elementen mit Knalleffekt bestehen: Neben Wortwitz, schrägen Figuren und Situationskomik soll das Game auch actionreiche Ballerszenen im Arcade-Stil und rundenbasierte, taktische Kämpfe enthalten. Die Entwickler versprechen für das Game augenzwinkernd auch drei farblich unterschiedliche Story-Enden.

«Subverse» soll noch diesen Sommer als Early-Access-Game auf Steam zum Download bereit stehen, die Vollversion wird, sofern es nicht noch zum Coitus interruptus kommt, 2020 zünden. Studio FOW ist auf alle Fälle die richtige Quelle für schlüpfrige Spiele dieser Art: Es hat auch schon Lara Croft in äusserst verfängliche Situationen geschickt.

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