Von Karte «verschwunden»: Pixelbrei statt Liechtenstein
Aktualisiert

Von Karte «verschwunden»Pixelbrei statt Liechtenstein

Wer das «Ländle» auf Google Maps oder Google Earth sucht, sieht verschwommen. Im Fürstentum schiessen die Spekulationen ins Kraut.

von
owi
Der Rhein markiert die Grenze zwischen der Schweiz und Liechtenstein.

Der Rhein markiert die Grenze zwischen der Schweiz und Liechtenstein.

Das schweizerische Rheintal und das österreichische Vorarlberg sind gestochen scharf abgebildet. Bloss von Liechtenstein ist auf Google Maps so gut wie nichts mehr zu erkennen. Bis vor Kurzem waren die Satelliten-Bilder von erheblich besserer Qualität, berichtet die Zeitung «Liechtensteiner Vaterland» am Freitag. Dass plötzlich fast ganz Liechtenstein verschwommen erscheint, mute seltsam an, zumal sich Google damit rühme, die Bilder regelmässig durch hochauflösendere Aufnahmen zu ersetzen. Was also ist passiert?

Gerüchte und Verschwörungstheorien

Tagelang war unklar, was mit den Aufnahmen von Liechtenstein geschehen ist. Bei unseren östlichen Nachbarn hat die Verpixelung ihrer Heimat die Gerüchteküche deshalb mächtig angeheizt. In Internetforen wird vermutet, dass die Satellitenansicht von Liechtenstein verpixelt wurde aufgrund der Diskussion um Street View, kolportiert der «Liechtensteiner Vaterland». Eine bizarre Verschwörungstheorie besagt gar, «Finanzschieber hätten die schlechten Bilder befohlen, damit man nicht sehe, auf welchen Schleichwegen und in welche Banken sie ihr Schwarzgeld transportieren.»

Google zensiert das «Ländle» nicht

Auf Anfrage von 20 Minuten Online teilt der Suchmaschinen-Konzern mit: «Google zensiert Liechtenstein in seinen Kartendiensten selbstverständlich nicht. Wir aktualisieren unser Bildmaterial regelmässig. In einigen wenigen Fällen kann es vorkommen, dass älteres Bildmaterial mit höherer Auflösung durch aktuelleres Bildmaterial mit tieferer Auflösung ersetzt wird.» Sobald neues Bildmaterial durch die Partnerfirmen zur Verfügung gestellt werde, würden die Bilder mit einer besseren Auflösung angeboten.

Es scheint sich somit um ein vereinzelt auftretendes Problem bei der Aktualisierung der Aufnahmen zu handeln. In ähnlichen Fällen wurde das Probleme jeweils in einigen Tagen gelöst.

Nichts verpassen

Das Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.

Deine Meinung