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#PineappleonpizzaPizza Hawaii stürzt Island fast in eine Sinnkrise

Sind Ananas ein akzeptabler Belag auf einer Pizza? Der isländische Präsident Gudni Johannesson findet nicht, die Bürger widersprechen lautstark.

von
ofi
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Pizza Hawaii zum Ersten.

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Pizza Hawaii zum Zweiten.

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Und Pizza Hawaii zum Dritten. Haben Sie schon Lust bekommen?

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Als der isländische Staatspräsident Gudni Johannesson letzte Woche an einer Mittelschule im Ort Akureyi Fragen von Schülern beantwortete, hätte er sich wohl nicht träumen lassen, mit seiner Antwort auf eine scheinbar unspektakuläre Frage einen Sturm der Entrüstung auszulösen. Er sagte, dass er Ananas auf Pizza fundamental ablehne und dass er, wenn er könnte, die Frucht als Pizzabelag komplett verbieten würde.

Was wohl als humorvolle Nebenbemerkung gedacht war, macht seither als Hashtag #Pineappleonpizza auf Twitter die Runde um die Welt. Offenbar erfreut sich die hierzulande als Pizza Hawaii bekannte Variante in Island derart grosser Beliebtheit, dass der Sturm der Empörung unheimliche Ausmasse annahm.

So unheimlich, dass sich Johannesson gezwungen sah, seine Aussage zu erklären und zu relativieren, wie der «Guardian» schreibt. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er, dass er Ananas sehr wohl möge, einfach nicht auf seiner Pizza, und natürlich halte er niemanden davon ab, die Frucht auf seine Pizza zu tun.

«Für Pizzas empfehle ich Meeresfrüchte»

«Ich habe nicht die Macht, ein Gesetz zu erlassen, das es den Menschen verbieten würde, Ananas auf eine Pizza zu legen», schrieb er weiter, «und ich bin froh, habe ich keine solche Macht.» Kein Präsident solle unbegrenzte Macht haben, fuhr er fort. In einem solchen Land würde er nicht leben wollen. Aber: «Für Pizzas empfehle ich Meeresfrüchte.»

An der Langstrasse gibts Pizza a discrétion

Wer im neuen Restaurant «SO» Pizza isst, erhält keine eigene, sondern wird laufend mit Stücken versorgt. Das dafür aber bis zum Abwinken.

Eigentlich ist Johannesson in Island extrem beliebt. Nach seiner Wahl im Juni 2016 hat er eine Lohnerhöhung um 20 Prozent abgelehnt und gesagt, dass er zehn Prozent seines Lohnes für wohltätige Zwecke spenden werde. Seine Zustimmungsrate hat zwischenzeitlich 97 Prozent erreicht. Wie viele Prozente ihn der Ananas-Zwischenfall kosten wird, ist noch nicht bekannt.

International stiess seine Idee allerdings durchaus auch auf Zustimmung. Auf die Frage, ob Ananas auf die Pizza gehört, antworten offenbar viele Menschen mit Nein:

Welche Beläge gehören auf eine Pizza und was geht überhaupt gar nicht? Diskutieren Sie im Kommentarfeld, wie die perfekte Pizza aussehen sollte.

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