Aktualisiert 11.06.2008 18:42

Pizza-Schläger will nicht fünf Jahre ins Gefängnis

Ein heute 21-jähriger Mazedonier schlug mit drei Kollegen einen Landsmann halb tot. Dafür erhielt er fünf Jahre Gefängnis. Für seinen Verteidiger ist das Urteil viel zu hart.

Die Tat im Mai 2006 war an Brutalität kaum zu überbieten, der Grund banal. In einer Schichtpause wollte der Angestellte einer Lebensmittelfabrik in einer anderen Abteilung Pizzas holen. Doch dort wollte ihm ein 20-jähriger Mitarbeiter keine geben. Stattdessen beleidigte und schlug er ihn. Gedemütigt benachrichtigte der Mazedonier drei 17-jährige Kollegen und lauerte dem Mitarbeiter am Sarganser Bahnhof auf. Dort griffen sie ihn an. Der 20-Jährige wehrte sich erst mit einem Schraubenzieher. Als er aber stolperte, ging der Angeklagte mit einem Baseballschläger auf ihn los. Seine Kollegen traktierten das wehrlose Opfer mit Fusstritten und versetzten ihm einen Messerstich. Der Mann erlitt unter anderem einen Aderriss, verlor 2,5 Liter Blut und schwebte in Lebensgefahr.

Der Haupttäter wurde wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Dagegen legte er am St. Galler Kantonsgericht Berufung ein. Sein Verteidiger hielt das Strafmass für überrissen und forderte gestern 30 Monate für schwere Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft will die Strafe hingegen auf sieben Jahre Haft verschärfen. Das Urteil folgt.

sas

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