Rätselkampagne: Plakate beleidigen Behinderte

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RätselkampagnePlakate beleidigen Behinderte

Eine neue Kampagne auf Plakatstellen der APG fährt eine happige Breitseite gegen Behinderte. Wer dahinter steckt, ist unklar. Pro Infirmis weiss von nichts und hofft auf eine positive Auflösung.

von
ann

20-Minuten-Online-Leser Robin Bannwart traute am Montagmorgen in einer Winterthurer Unterführung seinen Augen nicht: «Behinderte sind dauernd krank», las er. «Das ist beleidigend und empörend», regt sich Bannwart auf. Und er ist damit nicht allein. Andere Leser haben Plakate mit Sprüchen wie «Behinderte kosten nur Geld» und «Behinderte liegen uns auf der Tasche» gesehen.

Bei der Allgemeinen Plakat Gesellschaft bestätigt man, dass einer ihrer Kunden diese Plakate in Auftrag gegeben hat. Wer hinter den provozierenden Sprüchen steckt, möchte man jedoch nicht preisgeben.

«Es muss klar werden, dass die Vorurteile falsch sind»

Klar ist: Bei der Behinderten-Dachorganisation Pro Infirmis weiss man nichts über den geheimnisvollen Auftraggeber. «Wir wissen selbst nicht, wer die Kampagne lanciert hat», sagt Pressesprecher Mark Zumbühl. Kritisieren möchte er die Aussagen nicht. «Es ist eine Rätselkampagne, die mit allgemeinen Vorurteilen provoziert», so Zumbühl. Für ihn ist wichtig, wohin die Auflösung der Kampagne führt. «Darin muss klar werden, dass diese Vorurteile falsch sind.»

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