Eiskunstlauf: Plant Lambiel das Comeback?
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EiskunstlaufPlant Lambiel das Comeback?

Kehrt Stéphane Lambiel für die Olympia-Saison zurück? Dies war eine oft gestellte Frage an den Weltmeisterschaften in Los Angeles (USA).

Lambiel, der an den am Wochenende beendeten Titelkämpfen als Gast zugegen war, betonte stets, eine Rückkehr sei für ihn kein Thema. Der Weltmeister von 2005 und 2006 begründete dies damit, dass ihm die Adduktoren nach wie vor Probleme bereiten würden und ihm das Leben als Showläufer gefalle. Alles klar also? Nein. «Es gibt gewisse Indizien, dass er sich eine Hintertüre offen lassen will», sagte «Art-on-Ice»-Manager Oliver Höner. «Er trainiert voll und gut und ist weiterhin im Antidoping-Programm.»

Auf dem Hinflug nach Los Angeles berichtete Lambiel Höner voller Stolz, dass es ihm zwei Tage zuvor im Training super gelaufen sei und er sowohl den Dreifach-Axel als auch den Vierfach-Toeloop gemacht habe. Spricht so einer, der mit dem Wettkampfsport bereits abgeschlossen hat, zumal er diese Höchstschwierigkeiten in Shows nicht benötigt? Da baue er irgendwie so einen Hintergrund, dass es ihm eigentlich sehr gut gehe, denkt Höner.

Was ist an den Gerüchten dran, dass sein Management Druck auf ihn ausübe? «Wir machen überhaupt keinen Druck. Das ist ganz alleine sein Entscheid», erklärte Höner. Er könne nur hinter einem Entscheid stehen, den er selber gefällt habe. Daher mache es überhaupt keinen Sinn, in irgendeiner Richtung auf ihn Druck auszuüben.

Würde sich eine Rückkehr positiv auf seinen Marktwert auswirken? «Das kommt natürlich aufs Resultat an. Ein Olympiasieg hat immer einen guten Einfluss auf den Marktwert», erklärte Höner. Der frühere Spitzenläufer hat das Gefühl, dass Lambiel ihn so oder so noch lange oben halten könne. In der Schweiz sowieso. In einer Umfrage über die aktuell beliebtesten und bekanntesten Sportler in der Schweiz sei er hinter Roger Federer immer noch auf Platz zwei. «Das will doch etwas heissen», betonte Höner. Lambiels Terminkalender ist jedenfalls voll. Ab dem 8. April stehen Shows in Italien, Tschechien, der Slowakei, Südkorea und Kanada auf dem Programm.

Dass eine Rückkehr Lambiels für die Sportart in der Schweiz wichtig wäre, dem stimmt Höner nur bedingt zu. «Schlussendlich nützt uns Stéphane nur etwas, wenn er in die ersten drei Plätze reinläuft. Sonst ist es für ihn nicht gut und für den Schweizer Eiskunstlauf auch nicht so viel besser. Man erwartet Siege von ihm oder zumindest Medaillenplätze. Alles was dahinter ist, ist nicht interessant.» (si)

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